Hotel & Gastro Union

Hotel & Gastro Union fordert ab Januar 2005 einheitliche Schutzbestimmungen bei Nachtarbeit von Lernenden im Gastgewerbe

    Luzern (ots) - Heute hat der Bundesrat dem Parlament die Senkung des Jugendschutzalters auf 18 Jahre beantragt.

    Die Hotel & Gastro Union bedauert diesen Vorschlag des Bundesrates. Als völlig unakzeptabel erachtet sie den Aspekt, dass der Vorschlag allen Lernenden (Lehrlingen) im Schweizer Gastgewerbe, die älter als 18 Jahre sind, in Zukunft jeden Schutz im Zusammenhang mit Nachtarbeit verwehren würde.

    In der Schweiz ist Nachtarbeit für alle (Erwachsene und
Jugendliche) im Grundsatz verboten (Art. 16 Arbeitsgesetz). Das
Gastgewerbe ist die grösste Branche, die von diesem
Nachtarbeitsverbot ausgenommen ist. Der Vorschlag des Bundesrates
hätte die fatale Folge, dass auch den heute schätzungsweise 4000
Lernenden im Schweizer Gastgewerbe, die zwischen 18 und 20 Jahren alt
sind, jeder Schutz im Zusammenhang mit Nachtarbeit verweigert würde.
        
    Die Hotel & Gastro Union verlangt auch in Zukunft einen Schutz für
Lernende in der Nacht, die noch nicht 20 Jahre alt sind und fordert
das seco auf, auf dem Weg einer Globalbewilligung ab 2005 für die
ganze Schweiz einheitliche Schutzbestimmungen für die Nachtarbeit von
Lernenden im Gastgewerbe in Kraft zu setzen. Zu gross ist das heutige
Durcheinander kantonaler Regelungen.

    So lässt der Kanton Zürich zum Beispiel Nachtarbeit für Lernende im Gastgewerbe in Absprache mit den Sozialpartnern in einem Ausmass zu, welches dem Arbeitsgesetz und den berechtigten Interessen der Gastrobetriebe und der Lernenden Rechnung trägt. Der Kanton Luzern hingegen lässt Nachtarbeit für Lernende im Gastgewerbe in einem Ausmass zu, das sich fast ausschliesslich nach den Bedürfnissen der Gastrobetriebe richtet und mit dem Wortlaut des Arbeitsgesetzes kaum mehr vereinbar ist. In den Kantonen gelten heute die unterschiedlichsten Regelungen.

    Das kantonale Chaos rund um die Nachtarbeit von Lernenden im Schweizer Gastgewerbe muss gestoppt werden. Genau so, wie das seco 2002 das kantonale Chaos rund um die Frage der Sonntagsarbeit stoppen musste. Wie bei der Sonntagsarbeit, ist für die Hotel & Gastro Union auch bei der Nachtarbeit nicht nachvollziehbar, warum Lernende im Kanton Luzern massiv schlechter gestellt sind als Lernende im Kanton Zürich.

    Die Berufsorganisation Hotel & Gastro Union organisiert mehr als 2000 (rund 25%) der Lernenden im Schweizer Gastgewerbe.

ots Originaltext: Hotel & Gastro Union
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Juan Gonzalvez
Lehrlingsbeauftragter
Tel. +41/41/418'23'53



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