Holzenergie Schweiz

Holzenergie Schweiz - Wärme im Verbund: sauber, sicher, sorgenfrei

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    Zürich (ots) -

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    In der Schweiz sind zurzeit rund 7'000 grössere automatische Schnitzel- und Pelletheizungen in Betrieb. Etwa ein Viertel von ihnen heizen nicht nur das Gebäude, in welchem sie stehen, sondern über einen Wärmeverbund noch zusätzliche Liegenschaften.

    Darunter finden sich sowohl kleinere Anlagen mit einigen wenigen Wärmebezügern als auch Grossanlagen wie beispielsweise diejenigen von Basel, La Chaux-de-Fonds, Affoltern am Albis, Wilderswil oder Pruntrut, deren Wärmenetz teilweise mehrere Kilometer lang sind und hunderte von Abnehmern mit Wärme versorgen. Sie alle konnten in den letzten Jahren dank des hohen Ölpreises zusätzliche Wärmebezüger anschliessen und dadurch ihre Auslastung optimieren.

    Gründe für Verbünde

    Beim Wasser und beim Strom käme es keinem Hausbesitzer in den Sinn, eine eigene Wasserversorgung oder ein eigenes Elektrizitätswerk zu bauen. Bei der Wärme dagegen tut sich manch einer noch schwer damit, auf eine eigene Wärmeerzeugung im eigenen Haus zu verzichten. Dies mag vor allem mit psychologischen Gründen und der Angst vor einem Verlust einer vermeintlichen Unabhängigkeit zu tun haben. Dabei bietet ein Wärmeverbund nur Vorteile! Für die angeschlossenen Liegenschaftsbesitzer ist es mit Abstand die komfortabelste Art der Heizung. Sie benötigen keine eigene Heizung mehr, sondern nur noch eine kleine Übergabestation im Keller, welche nicht viel grösser als ein Sicherungskasten ist. Sie können den früheren Heiz- und den Tankraum anderweitig nutzen. Zum Beispiel als Hobby- oder Partyraum. Sie müssen sich nicht mehr um die Ölbestellungen, um den Kaminfeger und um den Heizungsmonteur kümmern. Sie müssen sich nicht mehr aufregen über die unberechenbaren Kapriolen des Heizölpreises. Stattdessen haben sie mit dem Heizungsbetreiber auf zehn oder fünfzehn Jahre hinaus einen Wärmeliefervertrag abgeschlossen. Dort ist genau geregelt, ab welcher Aussentemperatur Wärme geliefert werden muss. Dort ist auch geregelt, zu welchem Preis die Wärme geliefert wird. Und im Wärmeliefervertrag ist insbesondere auch geregelt, wie dieser Preis einer allfälligen Teuerung angepasst werden soll. Das schafft langfristige Preissicherheit, und böse Überraschungen wie beim Öl oder Gas lassen sich vermeiden. Nutzniesserin eines Nahwärmenetzes ist aber auch die Luft. Statt vieler Einzelheizungen gibt es nur noch eine einzige Feuerstelle. Das reduziert die Schadstoffmenge beträchtlich.

    Rahmenbedingungen beachten

    Wichtig ist die Anschlussdichte. Sie besagt, wie viel Energie pro Laufmeter Grabenlänge abgesetzt wird, und ist das A und O eines jeden wirtschaftlich erfolgreichen Wärmeverbundes. Die Anschlussdichte sollte in einfachem Gelände mindestens 1.2 bis 1.5 MWh, in schwierigem Gelände mindestens 2.0 MWh pro Laufmeter betragen. Also auf keinen Fall eine 200 m lange Leitung legen, nur um ein gut isoliertes Einfamilienhaus anzuschliessen. Dann ist auch ein rasches Erreichen des Endausbaustandes nötig. Ideal sind grosse Wärmebezüger nahe bei der Heizzentrale. Der Endausbau sollte möglichst innerhalb von drei Jahren nach der Inbetriebnahme der Heizung erreicht sein. Die Wärmeleitungen sind heute technisch derart ausgereift, dass die Verluste bei einer guten Anschlussdichte weit unter 10 Prozent gehalten werden können. Die Höhe der Leitungsverluste hängt jedoch stark von der Betriebsart ab. Im Sommer, wenn nur wenig Energie durch die Leitungen transportiert wird, sind die Verluste hoch. Deshalb sollte immer geprüft werden, ob sich ein Sommerbetrieb wirklich lohnt oder ob es nicht mehr Sinn macht, das Brauchwarmwasser ausserhalb der Heizperiode zum Beispiel mittels Solarkollektoren zu erzeugen.

    Eckdaten für einen wirtschaftlichen Betrieb von Holz-Nahwärmeverbünden

    Holzenergie Schweiz hat in den letzten Jahren zahlreiche Holz-Nahwärmeverbünde bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass Wärmegestehungskosten (Vollkosten) von 15 bis 17 Rp./kWh erreicht werden können. Voraussetzung dazu ist allerdings, dass möglichst viele der folgenden Eckwerte eingehalten werden:

    - Die Anlage sollte mindestens 2000 Vollbetriebsstunden pro Jahr erreichen.

    - Der Silo ist so zu dimensionieren, dass er in der kältesten Jahreszeit maximal einen Schnitzelverbrauch für 10 Tage aufnehmen kann.

    - Pro Laufmeter Grabenlänge des Netzes sollten mindestens 2 MWh Nutzenergie pro Jahr abgegeben werden können (Anschlussdichte)

    - Wenige grosse Wärmebezüger sind besser als viele kleine!

    - Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Heizzentrale sollte mindestens 70% der Endauslastung des Nahwärmenetzes erreicht sein.

    - Die Endauslastung muss spätestens 3 bis 5 Jahre nach der Inbetriebnahme der Heizzentrale erreicht sein.

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