Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

SGB zum Lehrstellenbarometer - Warteschlaufen zu gross Endlich mehr Lehrstellen – trotzdem keine Entwarnung

      Bern (ots) - Das jĂĽngste Lehrstellenbarometer gibt an, dass dieses
Jahr das Lehrstellenangebot um rund 1500 gestiegen ist. Das ist
grundsätzlich erfreulich und hat sowohl mit dem Konjunkturaufschwung
als auch mit den in verschiedenen Kantonen ergriffenen Massnahmen zu
tun.

    Trotzdem: Viel zu viele Jugendliche (rund 22'000) bleiben auch zwei Jahre nach dem Aufschwung in der Warteschlaufe. Um diese endlich abbauen zu können, muss das Lehrstellenangebot deutlich mehr wachsen, und es mĂĽssen auch andere Angebote in der beruflichen Grundbildung zur VerfĂĽgung gestellt werden (Lehrwerkstätten, Handels- und Fachmittelschulen, Basislehrjahre usw.).

    Das Lehrstellenbarometer zeigt zum wiederholten Male, dass die von den Schulabgänger/innen mitgebrachten Kompetenzen höher sind als die von den Lehrebetrieben nachgefragten Kompetenzen. Das immer noch viel zu kleine Lehrstellenangebot fĂĽhrt dazu, dass auch jene Betriebe nur SchĂĽler/innen mit einem gehobenen Abschluss (Sek I) einstellen, die vom Anforderungsprofil her auch solche mit einem tieferen Abschluss (Realschule) einstellen könnten. Damit bleiben insbesondere die Kinder der Migrant/innen weiterhin auf der Strecke. FĂĽr diese sind deshalb besondere Integrationsmassnahmen (Mentoring, mehr zweijährige berufliche Grundbildungen mit individueller Begleitung u.a.m.) zu realisieren.

    FĂĽr weitere AuskĂĽnfte:

Peter Sigerist 079 404 56 85 oder Jean Christophe Schwaab (078 690 35 09)



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