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comparis.ch zur Prämienentwicklung bei den Spital-Zusatzversicherungen - Keine generelle Prämiensenkungen in Sicht

Zürich (ots) - Durch die auf 2012 eingeführte neue Spitalfinanzierung wird die Zusatzversicherung massiv entlastet. Zu einer Prämienreduktion auf breiter Front führt diese Entlastung allerdings vorerst nicht. Dies zeigt eine Umfrage von comparis.ch: Von über 25 angefragten Krankenkassen haben nur zwei Kassen angegeben, die Prämien bei einzelnen Spitalzusatzversicherungen zu senken.

Auf das nächste Jahr hin wird eine neue Spitalfinanzierung eingeführt. Eine Folge davon: Die Spital-Zusatzversicherung wird aus verschiedenen Gründen massiv entlastet. So können beispielsweise alle Versicherten sich ausserkantonal im Spital behandeln lassen. Bisher benötigte es für eine Spitalbehandlung ausserhalb des Wohnkantons eine Zusatzversicherung. Wird die Spital-Zusatzversicherung entlastet, müssten zumindest längerfristig die Prämien deutlich sinken. Eine Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch zeigt allerdings: Auf das nächste Jahr hin ist nicht mit einer generellen Reduktion der Spital-Zusatzversicherungsprämien zu rechnen.

comparis.ch hat über 25 Krankenkassen zur Entwicklung der Prämien bei der Spital-Zusatzversicherung befragt. Nur zwei Kassen haben angegeben, diese Prämien zu senken. Bei Concordia sinken die Prämien für den Zusatz «allgemeine Abteilung ganze Schweiz» um bis zu 10 Prozent. Bei Sympany sinken die Prämien für den gleichen Zusatz für über 80 Prozent der Versicherten um schweizweit durchschnittlich 20 Prozent. Zudem gewähren die Krankenkassen der Helsana-Gruppe Personen mit einer Zusatzversicherung vorerst fürs kommende Jahr eine «freiwillige Vergünstigung von 5 Prozent» auf alle Spital-Zusatzversicherungen, also auch auf Privat- und Halbprivatzusätze. Vier Krankenkassen haben comparis.ch keine Auskunft gegeben. Für die Versicherten aller anderen Krankenkassen bleiben die Prämien im besten Fall gleich, in Einzelfällen zeichnet sich auch eine Prämienerhöhung ab.

Sparmöglichkeit: Zusatz «allgemeine Abteilung» überprüfen

Aufgrund der Resultate der Comparis-Umfrage dürfen viele Versicherte kaum damit rechnen, dass sie nächstes Jahr bei der Spital-Zusatzversicherung sparen können. Wer trotz der bei vielen Kas-sen ausbleibenden Prämienreduktion nächstes Jahr weniger bezahlen möchte als bisher, sollte die eigene Versicherungssituation überprüfen. Insbesondere der beliebte Zusatz «allgemeine Abteilung ganze Schweiz» wird nur noch für Spitalbehandlungen ausserhalb des Wohnkantons benötigt, wenn im Kanton der Behandlung die Tarife höher sind als im Wohnkanton. «Wer in einem Kanton mit einem breiten Spitalangebot wohnt, braucht nicht zwingend den Zusatz für die allgemeine Abteilung in der ganzen Schweiz», sagt Jonas Grossniklaus, Krankenkassen-Experte von comparis.ch. Bei vielen Krankenkassen muss die Zusatzversicherung bis Ende September gekündigt werden.

Tarife noch unklar

Wer den Zusatz «allgemeine Abteilung ganze Schweiz» jetzt kündigt, muss sich allerdings im Klaren sein, dass die kantonalen Tarife noch nicht festgelegt sind. Aus diesem Grund ist auch noch nicht bekannt, in welchen Kantonen man sich zu den Tarifen des Wohnkantons behandeln lassen kann.

Die unklare Tarifsituation dürfte auch für die Krankenkassen ein wichtiger Grund sein, wieso sie Prämien noch nicht senken. «Wenn die Auswirkungen der neuen Spitalfinanzierung bekannt sind, dürften viele Krankenkassen eine Prämiensenkung bei der Spital-Zusatzversicherung erneut prüfen», sagt Grossniklaus.

Kontakt:

Jonas Grossniklaus
Krankenkassen-Experte
Telefon: 044 360 34 00
E-Mail: media@comparis.ch
www.comparis.ch/krankenkassen



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