Krebsliga Schweiz

Krebsliga: Systematisch Brustkrebs früh erkennen - für alle Frauen die gleiche Chance

    Bern (ots) - Brustkrebs ist in der Schweiz die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. Da man Brustkrebs nicht vorbeugen kann, ist die systematische Früherkennung die beste Strategie, um Leben zu retten. Trotz des Aufrufs des Bundesrates im November 2007, tun sich gewisse Kantone noch schwer mit der Einführung eines Früherkennungsprogramms. Deshalb engagieren sich Gesundheitsfachleute und Politikerinnen zusammen mit der Krebsliga Schweiz. Gemeinsam rufen sie anlässlich des InfoMonat Brustkrebs 2008 dazu auf, die systematische Früherkennung allen Frauen in der Schweiz zugänglich zu machen, unabhängig von deren Wohnort sowie sozialen und finanziellen Verhältnissen.

    Mit jährlich rund 1'350 Todesfällen ist Brustkrebs die häufigste Krebstodesursache bei den Frauen in der Schweiz. Die wichtigsten Risikofaktoren - Geschlecht, Alter, genetische Veranlagung - können nicht beeinflusst werden. Das systematische, qualitätsgeprüfte Mammografie-Screening ist das beste Mittel, um Brustkrebs früh zu erkennen und somit schonendere Therapien, brusterhaltende Operationen und eine Reduktion der Brustkrebssterblichkeit zu ermöglichen.

    Der Bundesrat unterstützt die systematischen Früherkennungsprogramme Bereits im November 2007 hat der Bundesrat die Kantone aufgerufen, systematische Brustkrebs-Screening-Programme einzuführen. Heute wiederholt Bundesrätin Doris Leuthard diese Stellungnahme:

    "Früherkennung bei Krebserkrankungen ist lebenswichtig. Deshalb unterstützt der Bundesrat die qualitätsgeprüften und umfassenden Screening-Programme. Dank solchen Instrumenten sind frühe Diagnosen möglich, der Kampf gegen Brustkrebs kann erfolgreich geführt und viel Leid kann so gemildert werden." Doris Leuthard, Bundesrätin

    Programme in der ganzen Schweiz: St. Gallen und Bern ziehen mit

    In den Kantonen der Westschweiz sind bereits Brustkrebs- Früherkennungsprogramme eingeführt. Im Kanton St. Gallen wird 2009 und im Kanton Bern voraussichtlich 2010 ein Programm eingeführt. Diese Programme bieten den Frauen eine transparente und umfassende Aufklärung, bevor sie sich für oder gegen eine Mammografie entscheiden. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre zum Brustkrebs-Screening eingeladen. So lässt sich eine mögliche Erkrankung meist schon im Frühstadium erkennen. Die Kosten für die Untersuchung werden von der Krankenkasse vergütet. Der Vorteil: Alle Frauen profitieren davon, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund oder ihrer finanziellen Lage. Die strengen Qualitätsnormen bieten zudem Gewähr, dass die Mammografiebilder von zwei ausgewiesenen Fachpersonen geprüft und die benutzten Geräte regelmässig kontrolliert werden.

    Unterstützung von Gesundheitsfachleuten und Politikerinnen

    Fachleute, welche tagtäglich mit Brustkrebs konfrontiert sind, nehmen in kurzen Interviews Stellung zu den Programmen. Darunter finden Sie Interviews mit Mitarbeitenden von Brustkrebs- Früherkennungsprogrammen, Ärztinnen und Ärzte sowie die Meinung einer Forscherin und der Präsidentin einer Patientenorganisation (s. Interviews). Auch politische Prominenz aus allen Regionen der Schweiz unterstützt die Forderung nach systematischen Screening-Programmen (s. Stellungnahmen).

    InfoMonat Brustkrebs 2008

    Kontinuierliche Information im ganzen Monat Oktober Der InfoMonat Brustkrebs möchte möglichst viele Frauen über Risiken und Brustkrebs-Früherkennung aufklären. Die kantonalen Ligen bieten ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen und Begegnungsmöglichkeiten. Publikumsnahe Aktionen richten sich an die Frauen und ihre Angehörigen. Das Detailprogramm ist auf http://www.breastcancer.ch/d_pressemappe.php aufgeschaltet.

    Infomaterial

    Vielfältiges Informationsmaterial über die Brustkrebsvorsorge ist in drei bis 15 Sprachen erhältlich. Das Infomaterial ist kostenlos, nur die Infobox ist kostenpflichtig. Das Material kann bei der Krebsliga Schweiz (Tel. 0844 85 00 00; E-Mail: shop@krebsliga.ch) oder bei den kantonalen Ligen bestellt werden.

    Am 20. und 21. Oktober bietet das Krebstelefon unter der Gratisnummer 0800 11 88 11 eine spezielle Dienstleistung an: Eine Ärztin und zwei Breast Care Nurses beantworten von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr spezifische Publikumsanfragen. Beratung per E-Mail: helpline@krebsliga.ch. Betroffene und ihre Angehörigen können sich im Internetforum der Schweizer Krebsliga online austauschen: www.krebsforum.ch .

    Die Krebsliga Schweiz ist eine privatrechtlich geführte nationale Organisation und dem Gemeinwohl verpflichtet. Sie ist als Verband organisiert und vereinigt 20 kantonale und regionale Ligen. Sie wird vorwiegend durch Spenden finanziert und arbeitet in der Forschungsförderung, in der Krebsprävention und für die Unterstützung Kranker. Sie feiert 2010 ihr 100-jähriges Bestehen. An ihrem Hauptsitz in Bern beschäftigt sie 84 meist teilzeitangestellte Mitarbeitende (Stand: August 2008).

ots Originaltext: Krebsliga Schweiz
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Kommunikationsbeauftragte Prävention
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E-Mail:         geraldine.beldi@krebsliga.ch



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