Krebsliga Schweiz

Krebsliga Schweiz: Mammografie-Screening-Programmen

Mammografie-Screening-Programme ermöglichen 35% weniger Brustkrebstote - Die Krebsliga Schweiz hofft auf die Kooperation der Sanitätsdirektoren

    Bern (ots) - Systematische Mammografie-Screening-Programme bei Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren erlauben eine Reduktion der Brustkrebsmortaliät von 35% . Auch wenn die zur systematischen Mammografie durchgeführten internationalen Studien gewisse methodische Schwachpunkte aufwiesen, seien diese Schlussfolgerungen gerechtfertigt, betont das IARC.

    Das internationale Krebsforschungsinstitut in Lyon, Frankreich (IARC - International Agency for Research on Cancer) und die Weltgesundheitsorganisation WHO haben anlässlich eines Workshops vom 5.- 12. März mit internationalen Fachleuten und Experten aus 11 Ländern die wissenschaftliche Fundierung von Mammografie Früherkennungsprogrammen umfassend studiert und diskutiert. Anlass gaben die in den letzten Jahren vor allem in der medizinischen Zeitschrift Lancet geäusserten Zweifel an der wissenschaftlichen Rechtfertigung für das Mammografie-Screening-Programm.

    Die KLS begrüsst es, dass in dieser momentan kontrovers geführten wissenschaftlichen Diskussion eine orientierende Stellungnahme des IARC und der WHO vorliegt. Die bekanntgegebene Schlussfolgerung lautet, dass genügend wissenschaftliche Evidenz dafür vorliegt, dass Systematische Mammografie-Screening-Programme bei Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eine Reduktion der Brustkrebsmortaliät von 35% erlauben.

    Die Krebsliga Schweiz (KLS) ist auf Grund dieser Stellungnahme überzeugt, dass sich damit die Frage der Einführung von qualitätsgesicherten Mammografie-Screening-Programmen in der Schweiz weiterhin stellt - die entsprechenden Entscheidungsinstanzen im Schweizerischen Gesundheitswesen snd gefordert. Bisher sind solche Programme in den Kantonen Genf, Waadt und Wallis eingeführt worden. Eine Einführung in anderen Kantonen ist auf Grund der kontroversen Diskussionen der letzten beiden Jahre ins Stocken geraten. Die KLS hofft, dass insbesondere die Sanitätsdirektoren ihre bisherigen Entscheide erneut überdenken, insbesondere auch unter dem Aspekt eines einheitlichen Angebots einer qualitätsgesicherten Mammografie für alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren in der Schweiz.

ots Originaltext: Schweizerische Krebsliga
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