Zivildienst

Zivildienst 2000: mehr Gesuche, mehr Diensttage

Thun (ots) - Im Laufe des Jahres 2000 beantragten rund 20 Prozent mehr Personen eine Zulassung zum Zivildienst als in den Jahren 1998 und 1999. Die Zivildienstleistenden erbrachten zugunsten der Allgemeinheit rund 200'000 Diensttage. Im vergangenen Jahr stellten 1'612 Personen ein Gesuch um Zulassung zum Zivildienst, was rund 20 Prozent über dem Gesuchseingang der Jahre 1999 und 1998 lag. Die deutschsprachigen Gesuche nahmen um 15 Prozent auf 1'048 zu, die französischsprachigen um 18 Prozent auf 486 Gesuche und die italienischsprachigen um 56 Prozent auf 78 Gesuche. Auf Grund dieses Anstiegs hat sich die Zahl der noch nicht entschiedenen Gesuche Ende 2000 auf 650 erhöht. Die Vollzugsstelle für den Zivildienst bearbeitete im Jahre 2000 1'398 Gesuche und verfügte 1'173 Zulassungen sowie 104 Abweisungen. Dazu kamen 87 Nichteintretensentscheide und 34 Gesuchsrückzüge. Nach der Anhörung abgelehnt wurden somit 8.4 Prozent der Gesuchsteller. Zählt man die formellen Entscheide hinzu, führten 16 Prozent der behandelten Gesuche nicht zu einer Zulassung zum Zivildienst. Gegen diese Entscheide reichten 56 Personen Beschwerde ein. Die zuständige Rekurskommission des EVD liess im Berichtszeitraum 7 Beschwerdeführer direkt zum Zivildienst zu. 17 weitere Beschwerden hiess sie gut. Rund ein Drittel der Rekurse war somit erfolgreich. Ende 2000 gab es in der Schweiz 5'923 zivildienstpflichtige Personen. Diese konnten aus 3'554 Einsatzplätzen in 983 unterschiedlichen Einsatzbetrieben wählen, wo sie ihre Diensttage erbringen wollten. Im Jahresdurchschnitt waren stets zugleich rund 500 zivildienstpflichtige Personen im Einsatz. Sie leisteten zugunsten der Allgemeinheit rund 200ë000 Diensttage, die Hälfte davon im Sozialwesen (z.B. Betreuung von behinderten oder älteren Menschen, Arbeit mit Jugendlichen). Rund 20'000 Diensttage kamen dem Umwelt und Naturschutz zu Gute. Je rund 15'000 Diensttage verrichteten Zivildienstleistende im Gesund-heitswesen sowie in der Kulturgütererhaltung und Forschung. Die Vollzugsstelle für den Zivildienst kann innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Tätigkeitsbereiche sogenannte Schwerpunktprogramme bestimmen. Eines dieser Schwerpunktprogramme beinhaltet Aufräumarbeiten nach Elementarereignissen wie Sturm und Lawinenschäden oder die Behebung von Erdrutsch und Ueberschwemmungsschäden im Wallis und Tessin. Zivildienstleistende legten bei Aufräumarbeiten an rund 3'000 Tagen Hand an, um den betroffenen Landwirten oder Rebbauern zu helfen. Im schon 1999 lancierten Schwerpunktprogramm Asylwesen leisteten Zivildienstpflichtige vergangenes Jahr rund 20'000 Diensttage. Entsprechend dem Rückgang der Zahl der Asylbewerber wurde das Engagement des Zivildienstes in diesem Bereich schrittweise abgebaut. ots Originaltext: EVD Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Dr. Samuel Werenfels, Leiter Zivildienst, Thun, Tel. +41 (0)33 228 19 90 Beilagen: - http://www.evd.admin.ch/InfoFlash/Zivi/ Affectations_Procedures_2000.pdf - Statistik Zulassungsverfahren - Statistik Einsatzbetriebe

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