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Sellafield, THORP und British Nuclear Fuels (BNFL) in der öffentlichen Diskussion - Kritik und Entgegnung (Kurzfassung)

    Düsseldorf (ots) -          Vor kurzem starteten  Transporte abgebrannter Brennelemente vom Kernkraftwerk Mühleberg zur Wiederaufarbeitungsanlage THORP der BNFL in Sellafield. BNFL nimmt dies als Anlass, kritische Behauptungen, die in diesem Zusammenhang immer wieder in den Medien erscheinen, richtig zu stellen.            Vorab:

    * Die Wiederaufarbeitung in der Anlage THORP darf nicht eins gesetzt werden mit Sellafield. Wiederaufarbeitung ist nur für ca. 15 % der Gesamtstrahlenexposition von Sellafield verantwortlich.     * Die Strahlenexposition durch die Wiederaufarbeitung beträgt nur ca. ein Hundertstel (0,025 Millisievert pro Jahr) der mittleren natürlichen Strahlenbelastung (ca. 2,4 Millisievert pro Jahr).     * Ein Grossteil der Gesamtexposition durch Sellafield geht auf militärische Altlasten zurück, die zügig im Auftrag der britischen Regierung saniert werden.

    Behauptungen / Stellungnahmen:

    Behauptung: Sellafield verseucht die Irische See.

    Stellungnahme:     * Die Irische See ist - gerade wegen Sellafield - das bestbeobachtete Meer der Welt.

    * Die deutsche Bundesforschungsanstalt für Fischerei: Die radioaktive Belastung der Meerestiere hat abgenommen und "ihr sehr kleiner Wert gibt zu keinerlei Bedenken hinsichtlich des Verzehrs von Fisch und anderen Meerestieren aus der Nordsee Anlass."

    Behauptung: Wiederaufarbeitung verursacht Blutkrebs.

    Stellungnahme:
    * Hierfür gibt es keinen einzigen schlüssigen Nachweis.
    * Die tatsächlich historisch beobachteten höheren Leukämieraten in
        Seascale führen Wissenschaftler inzwischen auf die
        Bevölkerungsvermischung in dem Ort zurück.
    * In entfernter liegenden Ortschaften ist eine höhere
        Kinderleukämierate festgestellt worden.

    Behauptung: BNFL hat die Auflagen der Behörden nicht erfüllt.
    Stellungnahme:
    * BNFL ist voll im Zeitplan; für einen Teil der Auflagen ist eine
        Zweijahresfrist vorgesehen.

    Behauptung: Im Januar hat beinahe ein Unfall in der Dimension von Tschernobyl gedroht.

    Stellungnahme:     * Bei Arbeiten wurde ein Dauersignal unterbrochen und für ca. 2,5 Stunden nicht wieder angestellt. (Dauersignale, die bei Alarm unterbrochen werden, sind der übliche Standard, da anders die Funktionsfähigkeit der Alarmanlage nicht permanent überprüft werden kann.)

    * Eine Explosion wäre physikalisch erst nach mehreren Tagen
        möglich gewesen.

    * Dem berichtenden Journalisten war eine technische Verwechslung
        unterlaufen.
    
    Behauptung: Kunden äussern sich besorgt über die BNFL-Performance.
    Stellungnahme:

    * Hierbei ging es u.a. um die Kosten für Ausfallzeiten, die die
        Kunden mittragen müssen.

    Behauptung: BNFL hat radioaktives Wasser in einen Fluss     eingeleitet.

    Stellungnahme:
    * Es handelte sich um nicht radioaktiv und nicht chemisch
        belastetes Wasser.

    * Die tatsächlich fehlende Genehmigung wurde umgehend beantragt.     Behauptung: BNFL muss Bussgelder wegen gefährlicher Lagerung     zahlen.

    Stellungnahme:     * Es handelt sich um eine sehr kleine Zahl kleinster versiegelter     sog. "radioaktiver Quellen".

    * Hiervon ist nie ein Belastung für Werksangehörige oder     Mitarbeiter ausgegangen.

    * BNFL hat seither das gesamte Lagerungssystem erneuert.     

ots Originaltext: BNFL
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