Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

25 Jahre Rotkreuz-Notrufsystem

    Bern (ots) - Die meisten älteren und kranken Menschen möchten weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung leben - vorausgesetzt, sie können im Notfall auf Hilfe zählen. Genau diese Sicherheit gewährleistet das Rotkreuz-Notrufsystem seit 25 Jahren. Mit seiner Dienstleistung trägt das Rote Kreuz zur Lebensqualität dieser Menschen und zur Kosteneindämmung im Gesundheitswesen bei.

    Angesichts der Lücken bei der Betreuung zu Hause installierte das Rote Kreuz 1983 in Zürich und Basel die ersten 20 Notrufgeräte. Heute, ein Vierteljahrhundert später, wird das Notrufsystem von 20 Rotkreuz-Kantonalverbänden angeboten. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens dieser Dienstleistung führen die Kantonalverbände und ihr Nationales Sekretariat eine Reihe von Veranstaltungen sowie eine Werbekampagne durch mit dem Ziel, möglichst viele Seniorinnen und Senioren, Kranke oder Behinderte in den Genuss dieser Dienstleistung kommen zu lassen. Das Notrufsystem bietet heute über 9500 Kundinnen und Kunden Sicherheit, und ihre Zahl nimmt kontinuierlich zu.

    25 Notrufe pro Tag

    Tag für Tag fordern mehr als 25 Kundinnen und Kunden über das Notrufsystem Hilfe an, beispielsweise nach einem Sturz. Jede dritte ältere Person stürzt irgendwann einmal unglücklich. Lebt die betreffende Person allein - was bei 42 Prozent aller über 80-Jährigen der Fall ist - und kann sie nicht mehr selber aufstehen, muss sie womöglich tagelang auf Hilfe warten. Solche Situationen lassen sich dank dem Notrufsystem vermeiden. Nicht zuletzt ist es für die Angehörigen beruhigend und erleichternd zu wissen, dass im Notfall rasch Hilfe zur Stelle ist.

    Das System funktioniert denkbar einfach: Durch Drücken der Alarmtaste, die wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird, löst die Kundin oder der Kunde den Notruf aus und kann die Zentrale über eine Freisprechanlage über ihre Notlage informieren. Daraufhin organisiert die Zentrale gezielt Hilfe, indem sie beispielsweise eine Kontaktperson informiert, die einen Wohnungsschlüssel besitzt, oder den Rettungsdienst anfordert.

    Notruf via Mobiltelefon

    Angesichts der steigenden Lebenserwartung und des politischen Willens, den Verbleib in der eigenen Wohnung zu fördern, dürfte das Notrufsystem künftig noch an Bedeutung gewinnen. Es gilt, die Bedürfnisse älterer, aber aktiver und damit auch mobiler Menschen abzudecken, die auch ausserhalb ihrer Wohnung auf das Gefühl der Sicherheit nicht verzichten wollen. Rechtzeitig zum 25-Jahr-Jubiläum macht das Rotkreuz-Notrufsystem einen ersten Schritt in diese Richtung: Künftig können die Kundinnen und Kunden auch über ihr Mobiltelefon einen Notruf auslösen und bei der Alarmzentrale Hilfe anfordern, wobei sie natürlich in der Lage sein müssen mitzuteilen, wo sie sich befinden. Das Notrufsystem Plus, welches zurzeit noch nicht von allen Rotkreuz-Kantonalverbänden angeboten wird, zählt bereits über 100 Kundinnen und Kunden. Unterstützt wird das Rotkreuz-Notrufsystem von der Allianz Suisse.

Kontakt:
Weitere Informationen sind auf unsere Website erhältlich (Bilder,
Zahlen, Chronik, Geschichten aus dem Notruf-Alltag, usw.):
http://www.redcross.ch/info/dossier/dossier-de.php?dossier_id=30

Oder beim Nationalen Sekretariat der Kantonalverbände: Mario
Wüthrich, Verantwortlicher Notrufsystem, 031 387 72 02.



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