Verein Zürcher Museen

Museum des Monats November: Ian Wallace bringt die Kunsthalle Zürich zu Ehren

Zürich (ots) - Die Ausstellung "A Literatur of Images" brachte der Kunsthalle Zürich soeben das Prädikat "Museum des Monats November" ein. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Verein Zürcher Museen (VZM) die Kunsthalle Zürich dafür, dass sie im Verbund mit anderen namhaften Kunstmuseen einen wichtigen, länderübergreifenden Beitrag zur Aufarbeitung der zeitgenössischen Fotogeschichte Nordamerikas leistet: Das Werk des Vancouver Künstlers Ian Wallace (geb. 1943) ist in drei thematische Kapitel gegliedert, die gleichzeitig in der Kunsthalle Zürich, im Rotterdamer Witte de With Center for Contemporary Art und im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf präsentiert werden. "Mit dieser Ausstellung erfüllen wir den wichtigen Auftrag einer Kunsthalle, in der Schweiz und Europa bislang selten gesehene Positionen einem grösseren Publikum zugänglich machen. Der die Ausstellungen begleitende Katalog und zahlreiche Veranstaltungen werden Wallace Oeuvre tiefer analysieren und kontextualisieren.", erklärt die kuratorische Assistentin Katharina Pilz. Ian Wallace gilt als Wegbereiter und Mentor der so genannten "Vancouver Schule". Durch seine Lehrtätigkeit als Professor an der University of British Columbia und sein künstlerisches Arbeiten hat Wallace eine ganze Künstlergeneration - zu der unter anderen Jeff Wall, Rodney Graham und Ken Lum gehören - massgebend beeinflusst und somit die Entwicklung der zeitgenössischen Fotografie Kanadas entscheidend mitgeprägt. Indes: Während Ian Wallace in Nordamerika seit Jahren als Schrittmacher der Vancouver Konzeptkunst-Szene gefeiert wird, fristete sein Werk im europäischen Kontext bisher eher ein Schattendasein. Die in "A Literatur of Images" präsentierten Arbeiten von Ian Wallace loten einerseits Schnittstellen der Fotografie und der abstrakten Malerei zur Literatur aus. Anderseits setzen sie sich mit dem Verhältnis des Künstlers zur Grosstadt (und umgekehrt) auseinander und visualisieren nach Aussage von Wallace den Versuch, die "Welt durch eine Abbildung der Welt" zu erfahren. In diesem Sinne zeigt das ausgestellte Werk auf einer Metaebene Perspektiven eines Fotografen und Kunsthistorikers auf, dessen philosophische Selbstansprüche ihn dazu bewogen, die gesellschaftliche Stellung des Künstlers zu hinterfragen. Um Brücken zwischen der Konzeptkunst und der Wirklichkeit des Alltags zu schlagen, konfrontiert Wallace unter anderem monochrome Flächen mit fotografischen Grossformaten. Charakteristisch für das Zürcher Kapitel von Ian Wallace Werkschau ist auch das Bild im Bild - Bilder des Ateliers im Bild sowie Bilder des Bilderschaffenden vor der monochromen Leinwand. Die Ausstellung "A Literatur of Images" dauert bis 11. Januar 2009. www.museumdesmonats.ch ots Originaltext: Verein Zürcher Museen Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Susanne Stortz Kunsthalle Zürich Tel.: +41/44/'272'15'15 Yves Schumacher Verein Zürcher Museen Tel.: +41/44/991'14'14

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