Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen der "Zentralschweiz am Sonntag" vom 10. Juni

Luzern (ots) - Hier die aktuellen Meldungen der Zentralschweiz am Sonntag vom 10. Juni 2012:

Otto Ineichens letzter politischer Coup

Am Montag finden die grossen Trauerfeierlichkeiten für den überraschend verstorbenen Luzerner FDP-Politiker Otto Ineichen statt. Ineichen wird ein politisches Erbe hinterlassen - und zwar eines, das die Schweiz noch länger beschäftigt. Denn seit wenigen Tagen liegt bei der Bundeskanzlei in Bern ein Initiativtext zur Vorprüfung auf den Schreibtischen, welcher der Schweiz künftig das Stromsparen verordnen soll. Wie die Klimainitiative in der Verfassung vorgibt, dass der Ausstoss von Treibhausgasen bis 2020 um 30 Prozent senken soll, verlangt Ineichen, dass ein fixes Ziel für Energieeffizienz in die Verfassung geschrieben wird. "Wir ziehen Ottos Idee nun durch", kündigt Pia Stebler, Geschäftsführerin der Energieallianz, gegenüber der "Zentralschweiz am Sonntag" an. Gemäss Stebler ist geplant, die Unterschriftensammlung für Ottos Volksinitiative bereits im kommenden August landesweit zu starten. Damit ist klar: Ein Projekt mehr wird das Werk von Otto Ineichen überdauern und die Schweizer Bevölkerung auch noch in den Abstimmungslokalen beschäftigen.

Atomlobby geht auf Konfrontation mit Leuthard

Die Atomlobby schlägt zurück. Der Bundesrat soll die Option Kernenergie wieder aufnehmen und die Planung für mindestens ein Atomkraftwerk fortführen. Dies fordert die Aktion für eine vernünftige Energiepolitik der Schweiz, die in Zug domizilierte AVES. Geschäftsführer Konrad Studerus attackiert dabei Umweltministerin Doris Leuthard für ihre Energiepolitik frontal. Ausser "Sprüchen" und "vollmundigen Ankündigungen" sei seit der Ausstiegsankündigung nichts passiert. Leuthard betreibe Desinformation. An höchster Stelle hätten "Widersprüche die Oberhand gewonnen" und der "Realitätsbezug" sei verloren gegangen.

Rigi-Felsen für Chinesischen Berg

Einer der vier heiligen Berge Chinas, der 3099 Meter hohe Emei Shan, soll um eine spezielle Attraktion reicher werden. Von der Rigi soll eine rund zehn Tonnen schwere Nagelfluh-Platte abgetragen und auf die Spitze des chinesischen Berges transportiert werden. Gleichzeitig soll auch Rigi-Kulm ein Felsstück des Emei Shan erhalten. Zurzeit sind die Rigi-Bahnen am Abklären, welcher Felsen sich für den Abbau am besten eignen und ob eine solche Aktion überhaupt bewilligt würde. Seit bald drei Jahren gibt es zwischen den beiden Bergen eine Partnerschaft.

Betlehem Mission Immensee zieht sich zurück

Die Bethlehem Mission Immensee schliesst ihre Vertretung in Taiwan. Es werde immer schwieriger, Leute zu finden, die sich für längere Zeit für das Hilfswerk engagieren. Auch andere der 13 Standorte werden zurzeit überprüft. Die Mission engagiert sich mit 75 freiwilligen Fachleuten vor allem in Afrika und Südamerika für Benachteiligte.

Kontakt:

Sven Gallinelli, Leiter Newsdesk, Telefon 041 429 51 59



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