Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen Zentralschweiz am Sonntag vom 20. Februar 2011

Luzern (ots) - Megabörse: Sein Schweizer Akzent war von Vorteil Reto Francioni (55), der Chef der Deutschen Börse AG, hat die Fusion der deutschen Börse und der New York Stock Exchange realisiert. Er selbst wird Verwaltungsratspräsident der neuen Mega-Börse mit über 6000 Mitarbeitern. «Francioni ist nicht jemand, der mit grossen Reden viel Wind um die deutsche Börse macht. Er fädelt im Hintergrund die Deals ein», sagt der deutsche Finanzexperte Wolfgang Gerke gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». Der emeritierte Bankenprofessor der Universität Nürnberg-Erlangen hatte Francioni vor Jahren als Lehrbeauftragten für seinen Lehrstuhl gewinnen können. Francionis ganzheitliches Denken und sein Weitblick über die eigene Institution hinaus hätten die jüngsten Verhandlungen mit New York wesentlich erleichtert. «Ein Schweizer Pass und Akzent an der Spitze der deutschen Börse waren ein zusätzlicher Vorteil für Francioni», ist Gerke überzeugt. Amerikaner liessen sich ungern von einem deutschen Unternehmen dominieren.

Bundesrätin Doris Leuthard rehabilitiert Hans Erni Jahrzehntelang war Hans Erni für die bürgerliche Politszene in der Schweiz ein rotes Tuch. Wegen seines künstlerischen Engagements, etwa seiner Plakate gegen Gewässerverschmutzung, gegen das Abholzen von Wäldern oder für das Frauenstimmrecht - wurde er von einem Grossteil der Politiker ignoriert oder verschmäht. Gestern nun, exakt zwei Tage vor Ernis 102. Geburtstag, reiste Bundesrätin Doris Leuthard nach Luzern, um Hans Erni in seiner Austellung zu besuchen. Die Umweltministerin nutzte die Gelegenheit um Ernis Engagement zu würdigen - und sich für die Ungerechtigkeiten vergangener Jahrzehnte zu entschuldigen. "Was Hans Erni wiederfahren ist, ist ungerecht", sagte Leuthard. Hans Erni freute sich sichtlich über den hohen Besuch aus Bundesbern.

Heisser Vorstoss zur Tiefenwärme 5000 Meter im Erdinnern schlummern dank grosser Hitze fast unerschöpfliche Energiequellen. Geht es nach der Luzerner FDP, sollen diese Wärmequellen mit den Methoden der Tiefengeothermie dereinst im Kanton Luzern zur Stromgewinnung genutzt werden. Kantonsrat Robert Küng und 21 Parteikolleginnen und -kollegen fordern die Regierung in einem Vorstoss auf, mögliche Standorte für ein Geothermie-Kraftwerk abzuklären. Noch hat man hierzulande nur wenig Erfahrung mit der Technik. Ein Versuch aus Basel zeigt, dass die Tiefengeothermie auch Gefahren birgt: 2006 kam es infolge geothermischer Bohrungen zu einem Erdbeben. Das Projekt musste eingestellt werden. Laut Experten dürfte es zudem auch aus geologischer Sicht nicht einfach sein, in Luzern erfolgreich zu bohren.

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