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HEV Schweiz: SNB sieht Ampel im Immobilienmarkt auf gelb nicht auf rot

Zürich (ots) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat eine vertiefte Analyse zu den Kreditvergabekriterien der Schweizer Banken im Hypothekargeschäft durchgeführt. Dabei wurde Datenmaterial von rund 30 Banken analysiert. Sie repräsentieren zusammen über 90% des Hypothekarmarktes. Der HEV Schweiz hatte Einsicht in die Resultate dieser Analyse, die am 17. Juni 2010 unter dem Titel "Developments in the Swiss mortgage market from a financial stability perspective" (Schweizer Hypothekarmarkt und Finanzstabilität) publiziert wurde. Die SNB bestätigt dabei, dass es dem Schweizer Immobilienmarkt gesamthaft gesehen gut geht. In einzelnen Teilbereichen des Marktes machen sich jedoch Anzeichen für eine Überhitzung bemerkbar. Die SNB nennt hier konkret den Kanton Genf und das Segment der Eigentumswohnungen. Ferner ist sie beunruhigt über die gelockerten Kreditvergabekriterien rund eines Drittels der Bankinstitute. Als mangelhaft rügt sie auch die lückenhafte Analyse der Risiken im Hypothekarmarkt recht vieler Banken. Position HEV Schweiz Die Überwachung der Stabilität des Wirtschaftssystems gehört zu den Aufgaben der SNB. Es ist sicher richtig, dass sie dabei den Warnfinger lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig erhebt. Aufgrund der nun vorliegenden Analyseergebnisse der SNB kommt der HEV Schweiz zum Schluss, dass die Situation auf dem Immobilienmarkt nicht derart bedrohlich ist, wie man aufgrund der Medienschlagzeilen befürchten könnte. Das Basis-Szenario der SNB geht von einer graduellen Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds aus. Trifft dieses wahrscheinliche Szenario ein, dann haben die Marktteilnehmer wenig zu befürchten. Kontakt: HEV Schweiz Ansgar Gmür, Direktor HEV Schweiz, ansgar.gmuer@hev-schweiz.ch Michael Landolt, Volkswirt, michael.landolt@hev-schweiz.ch Tel.: +41/44/254'90'20 Mobile: +41/79/642'28'82

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