Fastenopfer

Offizielles Ergebnis der Fastenaktion 2002: Viele Stimmen - weniger Geld

    Luzern (ots) - Am 31. August ist jeweils Stichtag für den finanziellen Erfolg der Kampagne beim Fastenopfer. Das unbefriedigende Resultat und die Analysen der Rückmeldungen aus den Pfarreien liessen bereits erahnen, dass der wirtschaftliche Erfolg der diesjährigen Aktion nicht an diejenige des Vorjahres anknüpfen kann.

    Das Plakat der Aktion «Viele Stimmen - eine Welt» von Brot für alle und Fastenopfer zeigt eine Hand, die im Begriffe steht, mit einem Wattestäbchen ein Ohr zu reinigen. Die Darstellung hat etwas Provozierendes, nicht nur für Ohrenärzte, die fast täglich feststellen müssen, wie problematisch Ohrreinigungsversuche mit den Stäbchen sein können. Aber das ist eher eine Frage der angewandten Technik. Um technische Kommunikation ging es auch in der Aktion „Viele Stimmen - eine Welt", ein Thema, das kontrovers aufgenommen wurde, wie dies auch das finanzielle Resultat des Fastenopfers zeigt.

    Das Ergebnis der Kampagne 2002 beläuft sich auf 15'752'012.-, das sind 6,6 % weniger als letztes Jahr. Interessant sind die Unterschiede in den Sprachregionen, bei denen das Tessin mit minus 21,1 % einen Fünftel weniger als im Vorjahr den grössten Rückgang verzeichnet, in der Suisse Romande 13 % weniger Spenden eingingen und in der Deutschschweiz der geringste Rückgang mit 5,2 % zu verzeichnen ist. Weiter sind die Einzahlungen von Spenderinnen und Spendern über die Agenda, Pfarrblatt-Einzahlungsscheine und den Spenden-Brief mehr oder weniger gleich hoch geblieben, die grosse Differenz ergibt sich aus den Pfarrei-Einzahlungen.

    Eine Erklärung dafür sind sicher auch die rückläufigen Besucherzahlen in den Kirchen. Bedeutend ausschlaggebender ist jedoch, dass einige Pfarrei-Verantwortliche das Thema als zu schwierig und zu abstrakt beurteilten "Was haben moderne Kommunikationsmittel mit einem Hilfswerk zu tun?" war eine der Rückfragen, die oft gestellt wurde.

    Dass es aber auch ganz anders gehen kann, haben mehrere Pfarreien bewiesen, die mit innovativen und attraktiven Angeboten ihr Resultat um bis zu 30 % steigern konnten und dies nicht nur im Vergleich 2001 - 2002 sondern auch über mehrere Jahre. Dieser Einsatz und die Kreativität der Seelsorgeteams und Eine-Welt-Gruppen in den Pfarreien ist beachtlich und wird im Fastenopfer hoch geschätzt. Diese Beziehung zur Basis ist eigentlich das effektive Stiftungskapital des Fastenopfers, eine Basis, der auch in der renovierten Architektur des Fastenopfers Rechnung getragen wird, indem das Stiftungsforum immer noch als breite Repräsentanz der katholischen Kirche Schweiz aktiv mitdenken soll und kann.

    Auf den aktuellen Geschäftsgang des Fastenopfers hat das unbefriedigende Resultat jedoch keinen Einfluss. Die gesprochenen Beiträge an die Partnerorganisationen können eingehalten werden. Strategisch wird jedoch die Mittelbeschaffung einen bedeutend grösseren Stellenwert einnehmen müssen. Denn mit den Veränderungen in der Kirche verändert sich auch die Spenderschaft des Fastenopfers und diesen Realitäten muss auch im Fundraising und der Ausgestaltung der ökumenischen Aktion Rechnung getragen werden.

ots Originaltext: Fastenopfer
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