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72 Prozent der Deutschen wünschen sich zeitlich begrenzten Ausstieg aus dem Job

Stichworte: Beruf/Arbeit/Unternehmen/ München (ots) - Nur fünf Prozent der deutschen Grossunternehmen, zwei Prozent der mittelgrossen und ein Prozent der Kleinunternehmen bieten nach einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelstages Sabbaticals an. Das Arbeitszeitmodell, das den zeitlich begrenzten Ausstieg ermöglicht, sei sehr in Mode, aber in der Realität eher selten anzutreffen, wie aus einem Bericht der Zeitschrift "Vogue Business" hervor geht. Dabei wünschten sich nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Gewis 72 Prozent der Deutschen einen Ausstieg auf Zeit. "Bis zu drei Monate lang können unsere Mitarbeiter aussteigen, das Gehalt wird voll weiter gezahlt" sagt Cornelia Meinke, Personalchefin der Werbeagentur Jung von Matt. Die Mitarbeiter wollten die freie Zeit meist für einen extralangen Urlaub nutzen. "Von der Pause versprechen wir uns die Erhaltung der Motivation. Und das klappt auch" sagt die Personalchefin. Zusätzlich sei es ein 'Schmankerl', um neue Mitarbeiter zu gewinnen. "Unter'm Strich bekommen wir mehr raus, als wir investieren". Heiko Brockbartold, Fachreferent für Arbeitszeit in der Personalabteilung der Siemens AG Deutschland sagt: "Attraktive Beschäftigungsmodelle sind wichtig, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen." Die Mitarbeiter sollten damit an das Unternehmen gebunden und motiviert werden. Was der Mitarbeiter mit der freien Zeit mache, sei egal. "Meist wird die Auszeit allerdings zur Weiterbildung genutzt". Von den 180.000 Siemens-Mitarbeitern nutzten rund 170 Beschäftigte dieses Angebot - vor allem männliche Führungskräfte aus hohen Positionen. Schon jetzt zeige sich, dass Mitarbeiter und Unternehmen davon profitierten. Die Stadt München biete Sabbatical-Programme in den Berufsgruppen Erziehungs-, Sozial- und Lehrdienst an. Ziel sei, damit dem "Burnout" von Mitarbeitern entgegen zu wirken. "Im Erziehungsdienst haben schon 100 von 3300 Mitarbeitern von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Die Erfahrungen sind durchweg positiv: Die Mitarbeiter sind danach voller Energie, haben wieder Ideen und neuen Elan" sagt Dr. Thomas Böhle, Personal- und Organisationsreferent der Stadtverwaltung. Diese Meldung ist unter Quellenangabe von "Vogue Business" zur Veröffentlichung frei. VOGUE BUSINESS 02/01 ist ab 09. Mai 2001 im Handel. ots Originaltext: Vogue Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Ingrid Hedley Condé Nast Verlag Ltg. Public Relations Tel. 089 38104 142 E-Mail: IHY@Vogue.de

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