Bundesamt für Veterinärwesen

Schweiz mit Ergebnis der CITES-Konferenz zufrieden

      (ots) - Die Schweiz ist insgesamt zufrieden mit dem Ergebnis der
13. CITES- Vertragsstaatenkonferenz in Bangkok, die am Donnerstag zu
Ende ging. Über 150 CITES Vertragsstaaten und ebenso viele
nicht-staatliche Organisationen mit Beobachterstatus nahmen an der
Tagung teil und diskutierten mehr als 150 Traktanden. CITES ist das
Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten
freilebender Tiere und Pflanzen.

    Der internationale Handel einer Reihe von Tier- und Pflanzenarten wird neu entweder streng kontrolliert (Listung in Anhang II) oder grundsätzlich verboten (Listung in Anhang I). Neu in den Anhang II von CITES aufgenommen wurden etwa mehrere asiatische Sumpfschildkrötenarten, der Weisse Hai, der Napoleonsfisch, die Medizinalpflanze Hoodia (spp.), verschiedene asiatische Eibenarten (als Medizinalpflanzen genutzt) sowie das Tropenholz Ramin. In den Anhang I neu aufgenommen - und damit mit einem Verbot für den internationalen Handel zu kommerziellen Zwecken belegt - wurden neben anderen der Irrawaddy Delfin, die Blaukappenamazone, die Spinnenschildkröte und eine Palmenart aus Madagaskar.

    Die Konferenz bewilligte ausserdem Exportquoten für Jagdtrophäen von Krokodilen, Leoparden, Weissen und - erstmals - Schwarzen Nashörnern insbesondere aus südafrikanischen Staaten. Besonders erfreulich ist, dass der amerikanische Weisskopfseeadler und das Rosenköpfchen (eine Papageienart) dank entsprechender Schutzmassnahmen nicht mehr durch den internationalen Handel gefährdet sind. Deshalb konnten die Tierarten aus den CITES-Anhängen gestrichen werden. Verabschiedet wurden auch neue Kriterien zur künftigen Beurteilung der Anträge zu Anhangsänderungen sowie Erleichterungen in administrativen Verfahren und im Vollzug, teilweise vorgelegt von der Schweiz.

    Abgelehnt oder zurückgezogen wurden dagegen Anträge etwa zur Rückstufung einiger Zwergwalbestände von Anhang I in Anhang II, zur Gewährung einer Jahresexportquote für Rohelfenbein aus Namibia und zur Aufnahme des Papstfinken in Anhang II.

    Die Schweizer Delegation trug aktiv und kompetent zum guten Gelingen der Konferenz bei. Ihr Fazit ist insgesamt positiv. Das Mandat der Schweizer Vertreter als Repräsentanten der europäischen Region in den zwei wissenschaftlichen CITES Komitees wurde von der Vertragsstaatenkonferenz erneut bestätigt.

BUNDESAMT FÜR VETERINÄRWESEN Medien- und Informationsdienst Auskunft: (Die Mitglieder der Delegation sind teilweise schwer erreichbar.) Jonas Lüthy, CITES Pflanzen, Bundesamt für Veterinärwesen, 079 570 06 44 Mathias Lörtscher, CITES Tiere, Bundesamt für Veterinärwesen, 079 475 60 84



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