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Helvetas fordert: Toiletten für alle

    Zürich (ots) - 2,6 Milliarden Menschen leben ohne Toiletten. Deshalb hat die Uno 2008 zum Jahr der sanitären Grundversorgung erklärt. Helvetas stellte das Thema ins Zentrum ihrer Jahrestagung in Neuenburg von Samstag den 21. Juni. Das Hilfswerk plädiert für verbesserte Hygiene im Kampf gegen tödliche Durchfallerkrankungen und Malaria.

    "Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Toiletten ist nicht ein Privileg, sondern ein Grundrecht!" Mit diesem Appell richtete sich Awafofana Traoré an das Publikum der Jahrestagung in Neuenburg von Helvetas. Die aus Mali stammende Traoré ist Präsidentin der COFESFA (Coopération des Femmes pour l'Education, la Santé Familiale et 'Assainissement), einer von Frauen getragene Organisation, die sich für bessere Gesundheits- und Hygienebedingungen in Mali einsetzt. Ohne sanitäre Grundversorgung sei eine nachhaltige Entwicklung nicht möglich, so Traoré.

    Täglich sterben 5000 Kinder an Durchfallerkrankungen

    Auch in Mali sind die miserablen hygienischen Verhältnisse der Hauptgrund für Malaria, Typhus und tödliche Durchfallerkrankungen. Die Abwässer der Haushalte fliessen vielerorts direkt auf die Strasse und sammeln sich in offenen Tümpeln - optimale Brutplätze für vielerlei Krankheitserreger und Mücken, die Malaria übertragen. Solche Zustände fordern weltweit Millionen Todesopfer. 90 Prozent der Opfer sind Kinder unter 5 Jahren.

    "Händewaschen ist das einfachste Mittel, um Durchfallerkrankungen zu verhindern", so Anne-Sophie Gindroz, Programmleiterin von Helvetas in Mali. "Die Aufklärung und Hygieneschulungen stehen deshalb im Mittelpunkt unserer Projektarbeit in Mali," so Gindroz weiter. Helvetas unterstützt die Bevölkerung in Mali beim Bau hygienischer Latrinen und fördert den Zugang zu sauberem Trinkwasser mit dem Bau von Brunnenanlagen. Für den Bau von Latrinen und Trinkwasserbrunnen beauftragt Helvetas lokale Kleinunternehmer. Das schafft Einkommen und sichert nachhaltig den Unterhalt der Anlagen.

    2007 unterstützte Helvetas 170 Projekte mit rund 50  Millionen Franken

    "Die breite Unterstützung durch die Bevölkerung, private Stiftungen, Firmen und die öffentliche Hand zeigt auch, dass den Initiativen der Menschen in Entwicklungsländern, ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern, bei uns Respekt gezollt wird", zeigte sich Helvetas Geschäftsführer Melchior Lengsfeld in seinem Jahresrückblick zufrieden. 2007 hat Helvetas als grösste private Entwicklungsorganisation der Schweiz solche Initiativen in 170 Projekten mit rund 50 Millionen Franken unterstützt.

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