Staatskanzlei Luzern

Statusbericht zur Luzerner Wirtschaftsfakultät liegt vor

Luzern (ots) - Die Leitungen der Hochschule Luzern und der Universität Luzern haben die erste Phase ihrer Kommissionsarbeit zur Koordination des Hochschulplatzes Luzern abgeschlossen und den Status in einem Bericht festgehalten. Darin sind das weitere Vorgehen und die zu bereinigenden Punkte festgehalten.

Im Bericht erklären Universität und Fachhochschule Luzern ihren Willen zur Zusammenarbeit sowie zum Erzielen von Synergien. Aufgrund der notwendigen betriebswirtschaftlichen Basisausbildung sind gemäss Bericht gewisse inhaltliche Überschneidungen unumgänglich. Die beiden Hochschulen sind sich dessen bewusst und wollen sich damit konstruktiv auseinandersetzen.

Ähnliche Themen, unterschiedliche Zugänge

Trotz vergleichbarer Themen unterscheiden sich die beiden Hochschulen hinsichtlich der Zielgruppen und der Ausrichtung der Angebote:

- Die Hochschule Luzern bietet seit gut 40 Jahren Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich Betriebs- und Volkswirtschaft an. Ihre Angebote weisen einen starken Praxisbezug auf und richten sich primär an Absolventen mit einer Berufsmaturität. Auch in der Forschung und Entwicklung steht die Anwendungsorientierung auf wissenschaftlicher Basis im Vordergrund.

- Die Universität wird mir ihrer Wirtschaftsfakultät primär auf Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ausgerichtet sein und die Studieninhalte mit einem höheren Theorieanteil ausgestalten. Entsprechend ist die Universität auch stärker auf die Grundlagenforschung fokussiert. Die Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern soll im Studienjahr 2014 ihren Betrieb aufnehmen.

Unterschiedlich sind auch die Trägerschaften. Die Hochschule Luzern wird im Rahmen eines Konkordates durch die Zentralschweizer Kantone getragen. Die Universität Luzern (wie auch die Pädagogische Hochschule Luzern) stehen hingegen in der Trägerschaft des Kantons Luzern. Wegen dieses Unterschieds sind einer Steuerung der Angebote durch den Luzerner Bildungsdirektor Grenzen gesetzt. Die beiden Institutionen sind rechtlich und strategisch unabhängig voneinander.

Chance für die Zentralschweizer Studierenden

Künftig sollen die Zentralschweizer Studierenden beim Bahnhof Luzern zwei Angebote haben, um Wirtschaft zu studieren: den eher praxisorientierten Weg der Fachhochschule und den mehr theorieorientierten Weg der Universität. Mit den unvermeidbaren Überschneidungen will man konstruktiv umgehen. Die Unterzeichnenden des Statusberichts "Cluster Wirtschaft" versichern, alles zu tun, damit die Überschneidungen möglichst klein gehalten werden können.

Im Statusbericht bekunden die beiden Partner ihren Willen, die bestehenden Probleme weiterhin aktiv zu bearbeiten, und legen das weitere Vorgehen fest. Sobald die Universität ihre Professuren und damit die inhaltliche Ausrichtung definiert hat, werden weitere Gespräche in Bezug auf konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit aufgenommen. Diese sollen primär direkt zwischen den Verantwortlichen der Bereiche Wirtschaftswissenschaften geführt werden.

Hintergründe, Beteiligte, Ziele

Der Luzerner Kantonsrat hat im Mai 2012 mit der positiven Behandlung des Planungsberichts Hochschulbildung grünes Licht für die Stärkung des Hochschulplatzes Luzern gegeben. Bildungsdirektor Reto Wyss legt dabei grossen Wert auf eine optimale Koordination. Deshalb hat er die Hochschul-Koordinationskommission ins Leben gerufen. Darin sind die Leitungen der drei Hochschulen Universität Luzern, Hochschule Luzern und Pädagogische Hochschule Luzern vertreten. Im Hinblick auf die Schaffung einer Wirtschaftsfakultät hat die Hochschul-Koordinationskommission die Ad-hoc-Arbeitsgruppe "Cluster Wirtschaft" gebildet, um sich während der Gründungsphase vertieft mit der Wirtschaftsfakultät und einer möglichst optimalen Koordination zwischen Universität und Fachhochschule zu beschäftigen.

Kontakt:

Bildungsdirektor Reto Wyss 
Tel.: +41/41/228'52'03 (heute von 13.30 bis 14.00 Uhr)
E-Mail. reto.wyss@lu.ch


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