Trotz grosser Anstrengungen immer wieder Gülleunfälle im Kanton Luzern

Luzern (ots) - Seit Jahren werden im Kanton Luzern Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit beim Umgang mit Gülle und Hofdünger zu verbessern. 2012 kam es trotzdem zu 71 Gewässerverschmutzungen, von denen 31 landwirtschaftlichen Ursprungs waren und mit Gülle zusammenhingen.

2012 wurden im Kanton Luzern 71 Gewässerverschmutzungen registriert. Davon sind trotz aufwändigen Kampagnen rund 40 Prozent auf das Ausbringen oder das Umschlagen von Gülle zurückzuführen. Rund 60 Prozent der Gewässerverschmutzungen haben ihren Ursprung im nicht landwirtschaftlichen Bereich, sondern etwa auf Baustellen, von denen giftige Abwässer in Gewässer gelangten.

Zuversichtlich stimmt, dass trotz gleicher Anzahl Gewässerverschmutzungen wie in den Vorjahren weniger Unfälle mit Fischsterben zu verzeichnen waren. Ausserordentlich war jedoch die Häufung von Fällen mit ungenügender Überwachung der Anlagen und Fehlmanipulationen.

In den letzten Jahren wurden die Luzerner Landwirte mit Informationskampagnen sensibilisiert, auch wurden auf den einzelnen Landwirtschaftsbetrieben die Risikofaktoren eliminiert. Wesentliche Gründe, warum es dennoch immer wieder zu Unfällen kommt, sind die Hektik auf den Landwirtschaftsbetrieben und zu wenig Personal, um eine ausreichende Überwachung der Anlagen während dem Gülleausbringen zu gewährleisten.

Viele Gülleunfälle wurden direkt von den betroffenen Landwirten der Polizei oder der Feuerwehr gemeldet. Das rasche Reagieren hilft oft, grössere Schäden zu verhindern. Ein vorbildliches Verhalten des Verursachers (rasches Melden, Einleiten von Massnahmen) kann sich mildernd auf das Strafmass auswirken.

Diese Mitteilung dient der Umsetzung des folgenden Schwerpunktes in der Luzerner Kantonsstrategie: Perspektiven für die Landschaft.

Kontakt:

Fritz Birrer 
Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa)
Tel.: +41/41/925'10'55
E-Mail. fritz.birrer@lu.ch

Das könnte Sie auch interessieren: