Staatskanzlei Luzern

Schwieriges Luzerner Rebjahr findet ein gutes Ende

Luzern (ots) - Das schwierige Rebjahr 2012 war geprägt durch tiefe Temperaturen im Winter und Frühjahr sowie hohe Niederschlagsmengen im Sommer und Herbst. Trotzdem war die Ernte gut und von einem überraschend hohen Zuckergehalt. Dies geht aus der Weinlesekontrolle der Dienststelle Landwirtschaft und Wald hervor.

Die Luzerner Winzerinnen und Winzer hatten ein anspruchsvolles Rebjahr zu bewältigen. Im Februar fielen die Temperaturen auf minus 18 Grad Celsius. Dies gilt als Grenzwert für Schäden am Holz. Nach dem überraschend guten Austrieb sanken Mitte Mai die Temperaturen nochmals in den Minusbereich. Die erste Junihälfte war kühl und nass. Das schränkte eine optimale Befruchtung ein und förderte die Verrieselung der jungen Trauben. Bereits nach der Blüte Ende Juni war absehbar, dass ein Ertrag wie im Vorjahr nicht mehr möglich sein würde. Das wüchsige Wetter in den Monaten Juni, August und September förderte nicht nur die rasante Entwicklung der Beeren, sondern auch die Verbreitung des Falschen Mehltaupilzes. Gross war die Angst vor einer Invasion der Kirschessigfliege Drosophila Suzukii. Obwohl einzelne Tiere mit Fallen gefangen wurden, konnte kein Schaden nachgewiesen werden.

Schwierige Weinlese

Bis zur Ernte liessen Tage mit hohen Niederschlägen immer wieder die Gefahr der Fäulnis aufkommen. Erst in der zweiten Oktoberwoche begann der Herbst goldig und trocken zu werden. Die Weinlese dauerte von anfangs September bis Ende Oktober. Sie richtete sich nach der Gesundheit der Trauben. Beim Blauburgunder wurden im Durchschnitt 89 Grad Öchsle (Vorjahr 95 Grad), beim Riesling-Silvaner 76 Grad Oechsle (Vorjahr 81 Grad) gemessen. Den höchsten Wert erreichte erneut die Sorte Solaris mit 99 Grad Oechsle (Vorjahr 103 Grad). Die hohen Zuckerwerte des Vorjahres wurde bei keiner Sorte erreicht. Die gemessenen Werte entsprechen dem guten Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Gute Qualität und Menge

Die Ernte von 274 Tonnen (Vorjahr 295 Tonnen) übertraf die Erwartungen. Die Einbusse von acht Prozent im Kanton Luzern ist gering (Durchschnitt CH: 20 Prozent). Die gute Menge ist unter anderem auf die nach wie vor steigenden Rebflächen zurückzuführen. Die Menge entspricht rund 300'000 Flaschen Luzerner Wein. Mit 650 Gramm pro Quadratmeter bewegt sich der Flächenertrag knapp unter dem Bereich des Optimums. Die Ernte der roten und weissen Trauben ist genau gleich gross. 97 Prozent der Menge wird zu Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (AOC Luzern) verarbeitet. Der Anteil der Landweine ist mit drei Prozent bescheiden. Die Weinlesekontrolleure erfassten 36 Sorten auf einer Fläche von 44 Hektaren. Die Weine in den Kellern zeigen sich nach der Gärung erwartungsgemäss erfreulich. Sie sind aromatisch, vollmundig und gut strukturiert. Sie vermögen an den hohen Standard der letzten Rebjahre anzuknüpfen.

Anhang:

Resultate der Weinlese im Kanton Luzern

Anhang:

http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/10544_20121211_weinlese.pdf

Kontakt:

Beat Felder
Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Spezialkulturen
Tel.: +41/41/914'30'09
Mobile: +41/79/232'55'44
E-Mail: beat.felder3@edulu.ch



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