Staatskanzlei Luzern

Förderprogramm Energie: Höhere Beiträge und Ausweitung der Förderobjekte

    Luzern (ots) - Im Kanton Luzern werden in diesem Jahr im Rahmen des Förderprogramms Energie höhere Beiträge gewährt und die Palette der Förderobjekte ausgeweitet. Zusammen mit den Bundesmitteln steht ein Förderprogramm im Umfang von 10 Millionen Franken zur Verfügung. Das erweiterte Förderprogramm gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2009.

    Die Voraussetzung für den Ausbau des Förderprogramms schuf der Kantonsrat mit seiner Zustimmung zu einem entsprechenden Nachtragskredit, mit dem der Beitrag des Kantons an die Energieförderung für das Jahr 2009 von 1.33 Mio. Franken auf 5 Mio. Franken erhöht wurde. Damit kann ein Bundesbeitrag in der gleichen Höhe ausgelöst werden. Der Bund hat im Dezember 2008 die Globalbeiträge im Energiebereich an die Kantone von bisher rund 14 Mio. Franken auf 100 Mio. Franken erhöht. Diese Kreditaufstockung gilt vorerst für das Jahr 2009 und soll zur Stützung der Konjunktur beitragen.

    Mit dem ausgebauten Förderprogramm werden 2009 die folgenden Massnahmen unterstützt:

    1. Gebäudeerneuerung

    Neu sind alle Gebäude im Kanton Luzern förderberechtigt, das heisst nicht nur Gebäude mit einem Mindestwohnanteil, sondern auch Gewerbegebäude, Dienstleistungsbauten, Schulen und Sportbauten. Der heutige Satz von 40 Franken pro Quadratmeter Energiebezugsfläche (EBF) wird auf 80 Franken angehoben. Der Maximalbeitrag pro Objekt wird von heute 60'000 auf 100'000 Franken erhöht. Der Bonus für Minergie-Modernisierungen beträgt 20 Franken pro Quadratmeter EBF und der Maximalbeitrag pro Minergie-Objekt beträgt 125'000 Franken. Neu werden Gebäudeerneuerungen sämtlicher Nutzungen, die den Minergie-P-Standard erfüllen, mit einem Bonus unterstützt. Der Bonus beträgt 50% des Flächenbeitrags (120 statt 80 Franken pro Quadratmeter EBF) und der Maximalbeitrag pro Objekt 150'000 Franken.

    2. Thermische Solaranlagen zur Erzeugung von Warmwasser

    Die Förderbeiträge für thermische Solaranlagen werden verdoppelt. Neu werden als Grundbeitrag 3'000 Franken pro Anlage und 300 Franken pro Quadratmeter Absorberfläche ausbezahlt. Neu sind zudem alle Gebäude im Kanton Luzern förderberechtigt, das heisst nicht nur wie bisher Gebäude mit einem Mindestwohnanteil. Die bisherige Limite einer maximalen Absorberfläche von 30 Quadratmeter wird aufgehoben. Es gilt weiter eine neue Baujahr-Limite: Die Baueingabe für förderberechtigte Gebäude muss vor dem 31. Dezember 2008 erfolgt sein. Bisher wurden nur Solaranlagen, die als Heizungsunterstützung funktionierten, gefördert, wenn nach dem Umbau der Heizwärmebedarfs-Grenzwert wie beim Gebäudeerneuerungs-Programm eingehalten wurde. Ansonsten wurde einzig der Anteil Wassererwärmung unterstützt. Neu soll nun die Förderung der Heizungsunterstützung an keine Vorgabe bezüglich der Gebäudehüllen-Qualität mehr gebunden werden.

    3. Holzenergie

    Die Gebäudeeigentümer im Kanton Luzern sollen motiviert werden, von fossilen Energieträgern auf Holzenergie umzustellen. Bedingung für den Bezug von Fördergeldern ist voraussichtlich die Kombination mit einer thermischen Solaranlage. Die Fördersätze und -bestimmungen werden zurzeit erarbeitet.

    4. Erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und Wärmenetze

    Neben den thermischen Solaranlagen auf bestehenden Wohngebäuden konnten in den letzten Jahren andere Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien oder zur Abwärmenutzung einzig als Demonstrationsanlagen gefördert werden. Neu können weitere Bereiche der Nutzung erneuerbarer Energien und der Abwärmenutzung unterstützt werden. Die Beurteilung der Förderberechtigung erfolgt einzelfallweise, wobei die Vorgaben des "Harmonisierten Fördermodells der Kantone" (HFM 2007) zur Anwendung kommen.

    Weiterhin gibt Energieberatung Luzern kompetent Auskunft und ist die erste Anlaufstelle zum Förderprogramm Gebäudeenergie: Energieberatung, c/o öko-forum, Telefon 041 412 32 32, info@oeko-forum.ch, www.energieberatungluzern.ch.

    Hintergrundinformationen zum Förderprogramm erhalten Sie unter www.luzern-erneuert.ch.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Thomas Joller
Leiter Dienststelle Umwelt und Energie
Tel.:  +41/41/228'60'69



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