Staatskanzlei Luzern

Porträtgalerie der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern

Ergänzung der Porträtgalerie merk-würdiger Luzerner mit dem Porträt von Dr.  Dr. h.c. Robert Käppeli Samstag, 9. November in der ZHB, 17 Uhr bis 19 Uhr

    Luzern (ots) - Die Porträtgalerie der Korporationsgemeinde Luzern im Katalogsaal der ZHB versammelt Bildnisse hervorragender Luzerner und Luzernerinnen. Diese einige hundert Porträts umfassende Galerie wird nun erweitert durch das von Rolf Gfeller gemalte Porträt des im Jahr 2000 verstorbenen Industriellen und Mäzen Robert Käppeli.

    Leben und Werk dieses ungewöhnlich engagierten Mannes werden gewürdigt mit einem Festakt anlässlich der Aufnahme in die Porträtgalerie,

    am Samstag, den 9. November 2002 in der ZHB von 17 bis 19 Uhr

    und durch eine am gleichen Tag eröffnete Ausstellung seines malerischen Werks.  Die Ausstellung seiner Bilder und Publikationen wird im Katalogsaal der ZHB vom 9. bis zum 23. November zu sehen sein.    

    Für die rechtzeitige Ankündigung im Veranstaltungskalender Ihres Mediums bedanke ich mich voraus. Detailliertere Informationen zur Porträtgalerie der Korporationsgemeinde Luzern und zu Robert Käppeli finden Sie im Anschluss sowie unter www.zhbluzern.ch. Selbstverständlich beantworte ich Fragen auch gerne persönlich. Elektronische Bilder schicke ich auf Wunsch.

    Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen

    Die Porträtgalerie merkwürdiger Luzerner und Luzernerinnen im Katalogsaal der Zentral- und Hochschulbibliothek

    In den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts beauftragte Josef Anton Felix Balthasar den Luzerner Kleinmeister Idefons Troxler, Porträts von Luzerner Persönlichkeiten zu malen, die im politischen oder kulturellen Leben eine bedeutende Rolle gespielt haben.

    1809 verkaufte Balthasar nicht nur seine reichhaltige und wertvolle Sammlung an Schriften zur vaterländischen Geschichte, sondern auch die über 150 Bildnisse umfassende Porträtgalerie für 6'000 Franken an die Stadt Luzern. Er wollte so seine Bibliothek und die Porträtgalerie der Öffentlichkeit zugänglich machen und zur patriotischen Erziehung der Jugend beitragen.

    Balthasars Büchersammlung wurde zum Grundstock der Bürgerbibliothek, die 1812 eröffnet und 139 Jahre später mit der Kantonsbibliothek zur Zentralbibliothek vereinigt wurde. Die Porträtgalerie ging bei der Sönderung des städtischen Gutes zusammen mit der Bürgerbibliothek in den Besitz der Korporationsgemeinde über und wurde kontinuierlich erweitert. Sie weist heute einen Bestand von 253 Bildnissen auf, die hauptsächlich von namhaften Luzerner Porträtisten wie beispielsweise Jakob und Xaver Schwegler, Josef von Moos, Otto Landolt und Charles Wyrsch geschaffen wurden. Seit 1951 befindet sich die Porträtgalerie im Katalogsaal der Zentral- und Hochschulbibliothek. Für ihre Weiterführung ist die Korporationsgemeinde verantwortlich, wobei der Korporationsbürgerrat über die Aufnahme entscheidet. Gemäss dem 1932 vom Korporationsbürgerrat erlassenen Regulativ werden nur solche verstorbenen Luzernerinnen und Luzerner aufgenommen, die in Kunst oder Wissenschaft besondere Geltung erlangten, sich durch besondere Leistungen für die Stadt Luzern, den Kanton, die Schweiz oder durch hervorragende Leistungen im Ausland ausgezeichnet haben. Als erste Frau  wurde Emilie Dormann (1872 bis 1950), erste Frau Mutter der Gemeinschaft des St.-Anna-Schwestern, im Februar 1984 in die Bildnissammlung aufgenommen. Das Porträt stammt von Charles Wyrsch.  

    Am 9. November 2002 wird die Galerie ergänzt um das von Rolf Gfeller gemalte Porträt des Industriellen und Mäzens Dr. Dr. h.c. Robert Käppeli

    Biografie Dr. Dr. h.c. Robert Käppeli, Industrieller und Mäzen, 1900 - 2000

    Geboren am 21. Juli 1900 in Luzern. Aufgewachsen in Luzern. Zeichenunterricht an der Kantonsschule Luzern bei Eduard Renggli und Karl Schobinger. Nach der Maturität kaufmännische Ausbildung in Bellinzona, Brescia und Sarnen. Kurze Zeit als Dolmetscher in Berlin. Studium der Nationalökonomie an der Universität Basel.

1928 Promotion zum Doktor der Staatswissenschaften. Anschliessend
        Mitarbeiter des Instituts für Weltwirtschaft und seeverkehr in  
        Kiel, dann kurze Zeit tätig in einer Privatbank in London und    
        als Sekretär der wartburg Bank in Hamburg.
1934 in die CIBA AG in Basel berufen, wo Robert Käppeli zunächst das
        Sekretariat des Verwaltungsrats führt. Nach kurzer Zeit Direktor
        und Leiter der Finanzabteilung. Seit 1944 Vorsitzender des    
        Direktionskomitees.
1946 Delegierter und 1956 Präsident des Verwaltungsrats.
1970 massgebend an der Fusion der Firmen CIBA AG und J.R. Geigy AG
        beteiligt.
1970-72 erster Präsident des vereinigten Unternehmens.
1972 bei seinem wird Robert Käppeli zum Ehrenpräsidenten des
        Verwaltungsrats der CIBA-Geigy AG ernannt.
1955 Verleihung des Ehrendoktorats der technischen Wissenschaften
        durch die ETH in Zürich, 1963 Ehrendoktorat der Universität
        Freiburg,
1966 Ehrendoktorat Basel.
        Neben seiner industriellen Tätigkeit ist Dr. Robert Käppeli  
        besonders als Sammler antiker Kunst bekannt geworden. Seine      
        Sammlung wird 1963 während der Internationalen Musikfestwochen  
        im Kunstmuseum Luzern ausgestellt. Er ist wesentlich am Aufbau  
        des Basler Antikenmuseum beteiligt, dem er seine Sammlung  
        Antiker Kunst schenkt. 1960 wird er erster Präsident des Basler
        Antikenmuseums. Seit 1972 ebenfalls Präsident der Stiftung zur  
        Erhaltung Luzernischen Kulturguts.
1980 Ausstellung von Käppelis Zeichnungen und Aquarellen im
        Kunstmuseum Luzern.

    Am 25. April 2000 stirbt Robert Käppeli drei Monate vor seinem 100. Geburtstag

    "Eine Voraussetzung des Erfolgs seiner Bemühungen um kulturelle oder ökologische Belange war die Stellung dieses Mannes in der Wirtschaft. In ähnlicher Lage befanden sich auch andere. Ihm aber waren sie ein Anliegen und so handelte er. Als ‚sozial denkender Liberaler' nutzt er den wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegsjahre, weiss aber zwischen Segnungen und Auswüchsen der rasanten technischen Entwicklung zu unterscheiden. Seine der humanistischen Bildung und Denkweise verpflichtete Lebensauffassung kommt auch in dem zum Ausdruck, was ihn ausserhalb seiner beruflichen Tätigkeit fasziniert. Seine Freude an der antiken Kunst und seine Liebe zum Zeichnen und Aquarellieren: Ob er sich auf der Appeninhalbinsel, in England, Norddeutschland, in Amerika oder Asien, im Gebirge oder auf der Jagd, auf Geschäftsreisen oder in Meggen am See aufhält, stets begleiten ihn Zeichenstift und Aquarellfarben. Er spürt mit Sicherheit das Wesen einer Landschaft und der Menschen, die sie bewohnen und in ihr leben."

    Bernhard L. Raeber im Nachwort zum Bildband: Robert Käppeli: Zeichnen und Aquarellieren. Stille Passion eines Mannes der Leidenschaft. Luzern, 2000

    Vernissage anlässlich der Aufnahme von Dr. Dr. h.c. Robert Käppeli

    in die Porträtgalerie merk-würdiger Luzerner am Samstag, 9.      
    November 2002, 17 Uhr

    Beginn 17 Uhr     Programm

    BegrüssungDino Schnieper, Korporationspräsident Laudatio Dr.     med. Otto A. Koch, Arzt und persönlicher Freund von Dr.Robert     Käppeli SchlusswortDr. Ueli Niederer, Direktor der Zentral- und         Hochschulbibliothek Luzern

    Musikalischer Rahmen     Joseph Haydn, Klaviertrio A-Dur, Hoboken XV:/18     Yvonne Lang: Piano, Brigitte Lang: Violine, Gerhard Pawlica:     Cello.

    Anschliessend: Apéro im Katalogsaal der ZHB

    Anlässlich der Aufnahme von Dr. Robert Käppeli in die Porträtgalerie der berühmten Luzerner und Luzernerinnen zeigt die ZHB eine Auswahl der Bilder und Publikationen von Robert Käppeli in einer Ausstellung, die vom 9. bis zum 23. November während der üblichen Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen ist.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Dr. Ina Brueckel
Beauftragte für Öffentlichkeits- und Kulturarbeit
Tel.      +41/41/228'53'16
Fax        +41/41/210'82'55
mailto: brueckel@zhbluzern.ch



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