Staatskanzlei Luzern

Die Universität Luzern erhält Forschungsgelder

Die Universität Luzern erhält Forschungsgelder zur Erforschung der Schnittstellen-Kommunikation zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft

    Luzern (ots) - Die Stiftung Mercator Schweiz unterstützt das innovative Forschungsprojekt SCIENCE & SOCIETY des Instituts für Kommunikation und Kultur der Universität Luzern mit Fr. 336'000.-. Die Stiftung Mercator GmbH unterstützt Projekte, die im Sinne Gerhard Mercators Toleranz und den aktiven Wissens-Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichem nationalen, kulturellen und sozialen Hintergrund fördern. Die Projekte sollen mit innovativen Ideen und Strukturen unter anderem im Schul- und Hochschulbereich Impulswirkung erzielen, um neue Lösungsstrategien in der Bildung und für ein friedliches Zusammenleben zu entwickeln.

    SCIENCE & SOCIETY: Vermittlung zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit

    Neue Technologien und ihre Auswirkung auf die Gesellschaft erfordern einen öffentlichen Diskurs und demokratischen Konsens. Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind auf der einen Seite mit immer komplexeren wissenschaftlichen Themen konfrontiert. Auf der anderen Seite müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunehmend ihre Forschungsergebnisse in öffentlichen Debatten erklären und verständlich machen. Bürgerinnen und Bürger sind herausgefordert, die Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen.

    Das Projekt SCIENCE AND SOCIETY will einen Beitrag zur Vermittlung zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit durch drei unabhängige, aber miteinander verbundene und einander unterstützende Einrichtungen leisten.

    1. Der erste Teilprojekt besteht aus einer jährlichen Konferenz (30./31. Oktober 2002) zu einem aktuellen wissenschaftspolitischen Thema. Die diesjährige Konferenz ist dem Thema „Stammzellenforschung" gewidmet. Die sozialwissenschaftlich ausgerichtete Universität Luzern bietet damit eine Plattform für die Kommunikation zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

    2. Um die Nachhaltigkeit und Wirksamkeit der Konferenzen zu stärken, ist ein Wissensportal als zweiter Teil des Projektes geplant. Das Wissensportal ist eine elektronische Kommunikationsplattform für den Informationsaustausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

    3. Schliesslich betreibt das Institut für Kommunikation und Kultur der Universität Luzern Forschung über die Informationsflüsse und Kommunikationsprobleme an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Die Ergebnisse dieser Forschung fliessen in die Gestaltung der Konferenzen und die Funktionen des Wissensportals ein.

    Das Projekt SCIENCE & SOCIETY wird vom Institut für Kommunikation und Kultur der Universität Luzern in Kooperation mit der Gruppe für Wissenschaft und Forschung der Schweizerischen Botschaft in Washington, DC, der "American Association for the Advancement of Science" (AAAS) und mit der Unterstützung eines namhaften Patronates realisiert, dem u.a. der "Conseil des Académies Suisses" (CASS), der Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, der Präsident des Ständerates, die Präsidentin des Nationalrates, angehören.

    Stiftung Mercator

    Die Stiftung Mercator Schweiz (bis September 2001 Gebrüder Schmidt-Stiftung, Luzern) wurde 1996 von der aus Duisburg stammenden Handelsfamilie Karl Schmidt gegründet.

    Seit drei Generationen hat die Familie Schmidt vom Duisburger Firmensitz aus Gross- und Einzelhandel betrieben. Ursprung dieser Aktivitäten war seit 1906 das Kaufhaus C. W. Jung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Spar-Zentrale Ruhrgebiet, später auch mit Sitz in Hannover, die P+Q SB-Warenhausgesellschaft, die E+W Schmidt GmbH und Co. KG sowie die Mercator GmbH gegründet. Wilhelm und Ernst Schmidt, die zweite Generation der erfolgreichen Kaufmannsfamilie, gründeten 1963 den ersten Metro-SB-Grossmarkt in Essen. Indem auch für einzelne Warengruppen der Unternehmen der Name Mercator gewählt wurde, verdeutlichte die Familie Schmidt ihre enge Beziehung zur Stadt Duisburg und erinnerte damit gleichzeitig an den wohl bekanntesten Duisburger, den berühmten Kartographen, Wissenschaftler und Unternehmer Gerhard Mercator. Gerhard Mercator (1512 -1594) war Kosmograph und Kartograph, bereits zu Lebzeiten ein angesehener Gelehrter. Durch präzises wissenschaftliches und sorgfältiges handwerkliches Arbeiten verschaffte er sich einen Ruf, der ihn bis an den Hof Karls des V. führte.

    Der Name der Stiftung steht heute für die schon im Werk Gerhard Mercators hervortretende Weltoffenheit und Toleranz, den Austausch von Wissen und Kultur.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
lic. theol. Peter G. Kirchschläger
Projektleiter SCIENCE & SOCIETY
Tel.      +41/41/228'77'74
mailto: peter.kirchschlaeger@unilu.ch

lic. phil. Judith Lauber-Hemmig
Informationsbeauftragte Universität Luzern
Mobile  +41/79/755'27'75
mailto: judith.lauber@unilu.ch



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