Fürstentum Liechtenstein

ikr: Hochbautenbericht verabschiedet

Vaduz (ots/ikr) - Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 20. September 2016 den Hochbautenbericht genehmigt und zu Handen des Landtags verabschiedet. Der jährliche Bericht bildet eine wesentliche Grundlage für die Budget- und Finanzplanung bei Neubauten und Instandsetzungen.

Das Land Liechtenstein verfügt gegenwärtig über 101 Immobilien. 65 Objekte befinden sich im Eigentum, 36 sind angemietet. Das gesamte Immobilienportfolio des Landes beträgt für die Bereiche Verwaltungs-, Schul- und Kulturbauten aktuell ca. 665 Mio. Schweizer Franken (Gebäudeversicherungswert der Objekte im Eigentum). Dieses Gebäudevolumen gilt es auch künftig im Wert zu erhalten und notwendige Neuinvestitionen zur Erfüllung der Staatsaufgaben zu tätigen.

Im investiven Bereich (Neubauten) sind für das Jahr 2017 Mittel in der Höhe von 220'000 Franken vorgesehen. Im Instandsetzungsbereich (Erneuerungen, Umbauten, Erweiterungen, Sanierungen) sind 8.9 Mio. Franken budgetiert und vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages zur Umsetzung vorgesehen. Der geplante Betrag für die strategische Planung von Hochbauprojekten beträgt 150'000 Franken.

Die Betriebs- und Instandhaltungskosten der staatlichen Liegenschaften, belaufen sich auf ca. 12 Mio. Franken jährlich. Darin enthalten sind die Kosten für Verwaltung (interne Kosten), Bewachung, Reinigung, Heizöl/ Gas, Strom, Wasser und die Instandhaltungs-kosten. Somit werden ca. 2 Prozent des Gebäudeversicherungswerts (GVW) für Betriebs- und Instandhaltungskosten aufgewendet.

Der Aufwand für Mieten von Verwaltungs- Schul- und Kulturbauten beträgt zurzeit knapp 8 Mio. Franken jährlich. Mit dem Bezug des Verwaltungsgebäudes «Äule 38» in Vaduz werden ab dem Jahr 2018 jährlich weitere ca. 1.4 Mio. Franken an Mietkosten eingespart. "Ab dem Jahr 2018 spart das Land gegenüber dem Jahr 2012 insgesamt 2.8 Mio. Franken an Mietkosten, was der konsequenten Umsetzung der Liegenschaften-Strategie zu verdanken ist", freut sich die zuständige Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer. Die Liegenschaften-Strategie beinhaltet drei Stufen:

   - 1. Neuverhandlung der Mietzinsen; 
   - 2. Mietauflösungen durch den Bezug des Verwaltungsgebäudes "Äule
     38"; und 
   - 3. Mietauflösungen durch den Neubau eines 
     "Dienstleistungszentrums". 

Der Landtag hat am 8. Juni 2016 den Verpflichtungskredit zum Bau des Dienstleistungszentrums einhellig genehmigt.

Der Hochbautenbericht stellt ein wichtiges Führungsinstrument der Regierung dar. Er wird jährlich aktualisiert und dem Landtag zur Kenntnis gebracht.

Kontakt:

Ministerium für Infrastruktur und Umwelt sowie Sport
Johann Wucherer
T +423 236 64 71



Weitere Meldungen: Fürstentum Liechtenstein

Das könnte Sie auch interessieren: