Fürstentum Liechtenstein

ikr: Steuerinformationsabkommen mit der Volksrepublik China paraphiert

Vaduz (ots/ikr) - Im Anschluss an die Gespräche über die künftige bilaterale Steuerkooperation mit einer hochrangigen chinesischen Delegation am 11. Juli 2012 in Vaduz haben Vertreter beider Staaten am 12. Juli 2012 ein Steuerinformationsabkommen (Tax Information Exchange Agreement, TIEA) paraphiert. Das TIEA regelt die steuerliche Amtshilfe auf Anfrage zwischen der Volksrepublik China und Liechtenstein. Das Abkommen folgt inhaltlich, wie die bislang abgeschlossenen Steuerinformationsabkommen, dem OECD-Standard. Die Unterzeichung des TIEA ist für dieses Jahr geplant. Das Abkommen tritt nach Unterzeichnung und nach Abschluss der beiderseitigen Genehmigungsverfahren in Kraft.

"Der Abschluss dieses Abkommens mit China ist ein weiterer Schritt in der konsequenten Umsetzung der internationalen Abkommensstrategie der Regierung," sagte Regierungschef Klaus Tschütscher in Vaduz. Das TIEA ist Bestandteil des ambitionierten Programms Liechtensteins, das insbesondere den Aufbau eines umfassenden DBA-Netzwerks vorsieht.

Beim Besuch des Erbprinzen und des Regierungschefs im August 2010 in Peking konnten Gespräche mit hochrangigen chinesischen Regierungsvertretern einschliesslich dem Finanzminister geführt werden. Diese Treffen bildeten den Ausgangspunkt für den daraufhin erfolgten engen und konstruktiven Dialog auf allen Ebenen. Beide Staaten sind sich heute über den gemeinsamen Wunsch einig, die Beziehungen im Steuerbereich nach Unterzeichnung des TIEA weiter auszubauen. Die Volksrepublik China ist als Mitglied der OECD und der G-20 sowohl für die Industrie wie auch für den liechtensteinischen Finanzplatz ein wichtiger Wirtschaftspartner in Asien.

"Das TIEA ist ein wichtiger erster Schritt, auf dessen Basis wir unsere Gespräche zu einer umfassenderen Steuerkooperation fortsetzen können", hielt der Regierungschef dazu weiter fest. "Es ist unser Ziel, mit einem Doppelbesteuerungsabkommen die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Liechtenstein und China zu stärken, auszubauen und auf ein solides und verlässliches rechtliches Fundament zu stellen."

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