Fürstentum Liechtenstein

ikr: Transparenz und Rechtssicherheit: Liechtenstein und das Vereinigte Königreich schliessen Doppelbesteuerungsabkommen ab D/E

Vaduz (ots/ikr) - Verlängerung der Liechtenstein Disclosure Facility um ein weiteres Jahr

Regierungschef Klaus Tschütscher traf sich am 7. Februar 2012 mit Vertretern der britischen Steuerbehörde HMRC in Vaduz. Zusammen mit einer Expertendelegation aus Liechtenstein wurden mit den britischen Vertretern Dave Hartnett, HMRC Permanent Secretary for Tax und Verhandlungsleiter Andy Cole zwei neue richtungweisende Vereinbarungen mit den Vereinigten Königreich fixiert. "Wir ermöglichen mit einfachen und transparenten Rahmenbedingungen einen attraktiven Steuer- und Finanzstandort und reagieren zusammen mit professionellen Partnern auf Kundenbedürfnisse. Klar ist für uns vor allem, dass Geschäfte mit undeklarierten Vermögen für uns keine Zukunft haben", betonte Regierungschef Klaus Tschütscher in Vaduz.

Transparenz und Rechtssicherheit

Katja Gey, Leiterin der Stabsstelle für internationale Finanzplatzagenden (SIFA) und Dave Hartnett paraphierten in Vaduz das erste umfassende Abkommen zur Besteuerung von Einkommen und Vermögen zwischen Liechtenstein und UK. Der Vertragstext folgt dem OECD-Musterabkommen von 2010. "Das Doppelbesteuerungsabkommen ist das Ergebnis einer vertrauensvollen und pragmatischen Zusammenarbeit, bei der die Zusammenarbeit in Steuerangelegenheiten, Transparenz und Rechtssicherheit im Mittelpunkt stehen. Das Abkommen sichert die Interessen und entspricht den Bedürfnissen beider Länder. Der Vertrag wird den grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr zwischen FL und UK fördern. Er bietet Personen, die in Liechtenstein steuerpflichtig sind wesentliche Vorteile sowie Klarheit über ihre steuerliche Behandlung im Vereinigten Königreich. Diese Vorteile gelten auch für juristische Personen, Trusts, Treuunternehmen, Stiftungen, Betriebsstätten und Anlagefonds" so Katja Gey von der Stabsstelle SIFA. Das Abkommen, das nun formell unterzeichnet und ratifiziert werden wird, soll am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Auch Regierungschef Klaus Tschütscher zeigte sich über die neue Vereinbarung mit UK erfreut: "Wir unterstreichen damit einmal mehr, dass wir ein verlässlicher Partner sind. Unsere Industrie und unser Finanzplatz werden mit dem weltweit grössten Netzwerk von Steuerabkommen verbunden. Klarheit und Stabilität in Steuerangelegenheiten bilden bei diesem Abkommen die Eckpunkte der Zusammenarbeit mit Grossbritannien", so Regierungschef Klaus Tschütscher.

Liechtenstein Disclosure Facility wird verlängert

Liechtenstein und das Vereinigte Königreich haben sich zudem auch auf eine Verlängerung der Regierungsvereinbarung ("Memorandum of Understanding") zur Kooperation in Steuersachen zwischen Liechtenstein und HMRC vom 11. August 2009 sowie der Liechtenstein Disclosure Facility (LDF) um ein weiteres Jahr geeinigt. Damit können britische Steuerpflichtige bis zum 5. April 2016 bisher nicht deklarierte und im Vereinigten Königreich steuerpflichtige Vermögenswerte zu besonders günstigen Bedingungen offenlegen. "Wenn sie bis dahin ihre Gelder nicht deklarieren, muss die Kundenbeziehung in Liechtenstein beendet werden. Damit werden Treuhänder und Banken Teil der Lösung, nicht des Problems. Das Abkommen mit Grossbritannien hat Vorbildwirkung. Rund 2'000 britische Steuerpflichtige haben bisher das völkerrechtlich verbindlich festgelegte Offenlegungsprogramm in Anspruch genommen. Mit klaren Regeln und Fristen. Unser Abkommen mit Grossbritannien ist diesbezüglich zukunftsweisend. Massgeschneiderte Lösungen und Nischenprodukte bleiben der Liechtensteiner Weg", erläuterte Regierungschef Klaus Tschütscher.

Weiterentwicklung des Finanzplatzes Liechtenstein

Katja Gey, die in Liechtenstein für die Bemühungen um das Abkommen und das "Memorandum of Understanding" verantwortlich war, stellte fest: "Das Vereinigte Königreich unterstützt unsere Arbeit, damit wir langfristig den Erfolg Liechtensteins als Finanzplatz sichern können. Das neue Abkommen schreibt klar fest, wie in Liechtenstein wohnhafte Personen besteuert werden, falls sie im Vereinigten Königreich investieren oder Geschäfte tätigen wollen. Weiters sollen in Liechtenstein vermehrt juristische Personen gegründet werden, was sowohl Liechtenstein als auch dem Vereinigten Königreich neue Geschäftstätigkeiten bringen wird. Die Verlängerung der günstigen Bedingungen der LDF um ein weiteres Jahr ist für Personen, die im Vereinigten Königreich steuerpflichtig sind, sehr wertvoll. Die Interessen der Kunden von Liechtensteiner Finanzintermediären stehen für uns stets im Vordergrund. Wir versuchen damit jedoch auch gleichzeitig , die Weiterentwicklung unseres Finanzplatzes und die Wahrung der britischen Steuerinteressen zu sichern. Das zusätzliche LDF-Jahr ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Besonders jedoch für britische Steuerpflichtige, die eine Beziehung mit dem Finanzplatz Liechtenstein aufrecht erhalten wollen."

Zahlreiche weitere Gespräche

Anlässlich des Besuchs der britischen Steuerbehörde HMRC organisiert die Stabsstelle für internationale Finanzplatzagenden auch verschiedene Treffen mit Vertretern und Mitgliedern der Liechtensteinischen Treuhändervereinigung, des Liechtensteinischen Bankenverbands und des Liechtensteinischen Versicherungsverbands. Dabei wird unter anderem auch über die Fortschritte bei der Umsetzung des "Memorandum of Understanding" berichtet. Weiters finden Diskussionen zu verschiedensten praxisrelevanten Themen statt. Die Experten aus Liechtenstein und dem Vereinigte Königreich erörtern dabei unter anderem auch Fragen, die sich im Zusammenhang mit der von britischen Steuerbehörde HMRC anerkannten Erheblichkeitsbestätigung über relevantes Vermögen ergeben haben.

Liechtenstein and the UK: Initialling of a First-Ever Comprehensive Income Tax Treaty Between Liechtenstein and the UK. Extention of the Unique Liechtenstein Disclosure Facility and Related Compliance Arrangements

This week the Government of the Principality of Liechtenstein met in Vaduz with representatives of Her Majesty's Revenue & Customs of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (HMRC). The two-day visit included a meeting between the Prime Minister of Liechtenstein, Klaus Tschütscher and Dave Hartnett, Permanent Secretary for Tax at HM Revenue & Customs. Prime Minister Tschütscher and Permanent Secretary Hartnett are pleased to announce two important new developments. "We are enabling attractive tax and financial positions through facilitated and transparent framework requirements, and will react cooperatively with professional partners to our clients' needs. It is especially clear to us, that those businesses with undeclared capital have no future," Prime Minister Klaus Tschütscher emphasized.

First, Katja Gey, Director of Liechtenstein's Office of International Financial Affairs, and Dave Hartnett initialled a first-ever comprehensive convention on taxation of income and capital between Liechtenstein and the UK (the treaty), based on the 2010 OECD Model. The agreement results from two years of talks and negotiations and evidences the long-term commitment of the parties to tax cooperation, clarity and compliance. It reflects and balances the interests and needs of both parties. Importantly, the Treaty will encourage an increase in cross-border business between Liechtenstein and the UK, affording Liechtenstein tax residents a number of important UK tax advantages and clarity in their UK tax treatment. Such benefits will also be available to qualifying Liechtenstein corporate entities, trusts, trust enterprises, foundations, establishments, and investment funds. The Treaty, which will now go through formal procedures of signing and ratification, is expected to come into force from 1 January 2013. Prime Minister Klaus Tschütscher: "Once again we prove that we are a reliable partner. Our industry and our Financial centre will be linked to the largest tax treaty network in the world. This treaty provides clarity and stability of tax treatment".

Second, the parties have agreed to an extension of the Memorandum of Understanding Relating to Cooperation in Tax Matters of 11 August 2009 (MOU), including the unique and favourable terms of the LDF for an additional year. This will make voluntary disclosure of past due UK tax liabilities possible for UK taxpayers with non-UK assets who establish a meaningful connection to Liechtenstein until 5 April 2016. The parties may issue a third joint declaration to the MOU to memorialise this and other important developments since their last joint declaration.

Katja Gey, who has led the efforts in Liechtenstein on the Treaty and the MOU, stated: "We are delighted to have agreed a full tax treaty with the UK, evidencing Liechtenstein's genuine commitment to tax compliance and the UK's assistance to our work in ensuring the long term success of the Liechtenstein financial centre. The treaty will offer significant new clarity in how Liechtenstein residents are taxed when investing and doing business with the UK, and will encourage the use of Liechtenstein entities, bringing new business to both Liechtenstein and the UK."

"The extension of the favourable terms of the LDF for an additional year is of enormous value to UK taxpayers worldwide, and reflects our commitment to a win-win-win approach under which the interests of clients of Liechtenstein financial intermediaries are always, for us, at the forefront while we also seek to ensure both the development of our financial centre and the preservation of the legitimate tax collecting interests of the UK, our close partner in these arrangements. The additional year of application of the LDF will benefit all parties and, I am pleased to note, particularly UK taxpayers who maintain the requisite relationship with our financial centre."

During HMRC's visit to Liechtenstein, the Office for International Financial Affairs led meetings between HMRC and representatives and members of the Liechtenstein Association of Professional Trustees, the Liechtenstein Bankers Association and the Liechtenstein Insurance Association. In addition to discussions on the progress of implementation of the MOU, discussions took place covering a wide range of practical issues in the spirit of cooperation and mutual understanding.

The parties also reviewed recently agreed procedures under which compliant UK clients of Liechtenstein financial intermediaries may certify their UK tax compliance, including through self-certification, ensuring that the process avoids unnecessary costs or delay.

Kontakt:

Stabsstelle für Internationale Finanzplatzagenden
Katja Gey, Leiterin
T +423 236 60 55



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