Fürstentum Liechtenstein

pafl: EU-Steuerrückbehalt von 14,4 Millionen Franken für das Jahr 2009

    Vaduz (ots) - Vaduz, 28. Juli (pafl) - Der aus der Erhebung des
Steuerrückbehalts auf Zinserträgen von EU-Steuerpflichtigen im
Fürstentum Liechtenstein eingegangene Bruttoertrag beträgt im
Steuerjahr 2009 14,4 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es  23,9
Mio. Franken. "Aufgrund des am 1. Juli 2005 in Kraft getretenen
Abkommens mit der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der
Besteuerung von Zinserträgen wurde in den ersten drei Jahren ein
Steuerrückbehalt von 15 Prozent erhoben. Seit dem 1. Juli 2008 gilt
der erhöhte Steuersatz von  20 Prozent", erläuterte Regierungschef
Klaus Tschütscher.
Steuerrückbehalt  - 25 Prozent bleiben in Liechtenstein
Der Ertrag aus dem Steuerrückbehalt fällt zu 75 Prozent an die
begünstigten Mitgliedstaaten, die restlichen  25 Prozent verbleiben
dem Fürstentum Liechtenstein. Somit ergibt sich folgende Aufteilung
des Steuerrückbehalts:
Steuerrückbehalt 2009:   Mio.  14.433.838,52
Überweisung an die EU-Mitgliedstaaten:   Mio.  10.825.378,89
Anteil Fürstentum Liechtenstein:   Mio.      3.608.459,63
Freiwillige Meldung
Das Zinsbesteuerungsabkommen mit der Europäischen Gemeinschaft sieht
alternativ zum Steuerrückbehalt die Möglichkeit der freiwilligen
Meldung der Zinszahlung an den EU-Wohnsitzstaat des Zinsempfängers
vor. Die Empfänger von Zinszahlungen können somit zwischen dem
Steuerrückbehalt und einer freiwilligen Meldung an die Steuerbehörden
wählen. Unter Einbeziehung der am 31. Mai 2010 abgelaufenen
Korrekturfrist wurde 1.043 Mal von der Möglichkeit der freiwilligen
Meldung der Zinszahlungen an die EU-Wohnsitzstaaten der Zinsempfänger
Gebrauch gemacht.
Weitere Informationen (Tabellen/Statistik) unter:
www.stv.llv.li/Internationales

Kontakt:
Steuerverwaltung
Marco Felder
T +423 236 68 00



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