Fürstentum Liechtenstein

pafl: Nachruf für Senator Clairborne Pell

    Vaduz (ots) - Vaduz, 26. Januar (pafl) - Am 1. Januar verschied Senator Claiborne Pell an seinem Wohnort in Newport, Rhode Island. Mit ihm verloren die USA eine ihrer beeindruckendsten politischen Persönlichkeiten des 20. Jahrunderts. Beginnend in 1960, vertrat Senator Pell seine Heimatstdt Newport und seinen Heimatstaat Rhode Island während 36 Jahren im US-Senat. Seine historischen Leistungen in den Bereichen internationale Beziehungen, Menschenrechte, Bildung, Umweltschutz und Kultur machten ihn zu einer legendären politischen Figur. Seine nie endenden Bemühungen zum Schutz und zur Respektierung der Menschenrechte fanden ihren Niederschlag in einem starken UNO-Engagement. Er war als Mitglied der US-Delegation Zeuge, als 1945 die Vereinten Nationen in San Francisco gegründet wurden. Zahlreiche erfolgreiche multilaterale Initiativen zur Kontrolle von Massenvernichtungswaffen sind auf Senator Pell zurückzuführen. Während seiner 36-jährigen Karriere im US-Senat war er bekannt dafür, dass er die UNO-Charta tagtäglich auf sich trug. Er war berühmt für seinen überparteilichen Ansatz in Sachfragen. Während 34 Jahren war er Mitglied des aussenpolitischen Ausschusses, welchen er zudem während 17 Jahren leitete.

    Das nach Senator Pell benannte Stipendien-Programm ("Pell Grants") ermöglicht es Studentinnen und Studenten aus unteren Einkommensschichten, eine College-Ausbildung zu absolvieren. Seit 1972 sind über 100 Millionen solcher Stipendien bewilligt worden.

    Senator Pell war seit dem 2. Weltkrieg mit Fürst Franz Josef II. und Fürstin Gina sowie mit anderen Mitgliedern des Fürstenhauses befreundet. Der Senator und seine Familie besuchten Liechtenstein regelmässig. Fürst Hans-Adam II. und seine Geschwister sowie Erbprinz Alois und seine Brüder absolvierten jeweils ein Praktikum im US-Senat. Seine Verbundenheit mit dem Land manifestierte sich auch durch sein grosses Interesse an einem liechtensteinischen UNO-Beitritt, sowie an der Arbeit des Liechtenstein Institute on Self-Determination in Princeton.

    Am Begräbnis nahmen führende Persönlichkeiten der amerikanischen Politik teil, so Vizepräsident Biden, der ehemalige Präsident Clinton und Senator Kennedy, die in ihren Ansprachen die Verdienste des Senators würdigten und seine engen Beziehungen zu Liechtenstein erwähnten. Fürst Hans Adam II. und Botschafterin Fritsche vertraten das Fürstentum und das Fürstenhaus.

    Mit Senator Pell verliert Liechtenstein einen guten Freund und die USA eine der beeindruckendsten politischen Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte.

Kontakt:
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