Fürstentum Liechtenstein

pafl: Regierungsrätin Rita Kieber-Beck in Äthiopien zur Eröffnung einer Schule in Alem Ketema

    Vaduz (ots) - Vaduz, 12. November (pafl) - Regierungsrätin Rita Kieber-Beck, Inhaberin des Ressorts Äusseres, besuchte in der Woche vom 5. November 2007 einige der von der Stiftung "Menschen für Menschen" (Karl Heinz Böhm) in Äthiopien realisierten und betreuten Projekte. Dazu gehört auch die Schule in Alem Ketema nördlich der Hauptstadt Addis Abeba, welche von Liechtenstein finanziert und nun offiziell eröffnet wurde.

    Karl-Heinz Böhm, der Gründer der Stiftung "Menschen für Menschen" zur Unterstützung von Hilfsprojekten in Äthiopien, besuchte Anfang Dezember 2005 anlässlich einer Benefizveranstaltung der "Rheintaler Junge Wirtschaftskammer" Liechtenstein. Bei seinem Treffen mit Regierungschef Otmar Hasler bat er um Unterstützung für den Bau einer Schule in Äthiopien. "Menschen für Menschen" engagiert sich seit 1982 in Äthiopien im Bildungssektor und hat bereits über 130 Schulen errichtet. Die Stiftung hat damit erreicht, dass sich die Einschulungsrate generell und insbesondere die Anzahl Mädchen, die am Unterricht teilnehmen, erhöht hat.

    Nach Prüfung verschiedener Projektvorschläge durch den LED wurde der Regierung die Finanzierung einer weiterführenden Schule ("preparatory high school") in Alem Ketema, dem Hauptort eines Bezirks nördlich von Addis Abeba, vorgeschlagen. Aufgrund einer neuen Bildungspolitik der Regierung Äthiopiens dürfen die herkömmlichen weiterführenden Schulen den Unterricht nicht wie bisher bis zur 12. Klasse, sondern nur noch bis zur 10. Klasse anbieten. Schüler und Schülerinnen, die ihren Bildungsweg fortsetzen wollen, sind daher gezwungen, den Unterricht in der 140 km entfernt gelegenen Stadt Debre Birhan zu besuchen. Aufgrund der hohen Lebenshaltungs- und Transportkosten ist dies für viele Schüler und Schülerinnen nicht möglich. Bei der nun fertig gestellten geplanten Schule, deren Bau im Frühjahr 2006 begonnen worden war, handelt sich um einen kompletten Neubau für rund 800 Schüler und Schülerinnen.

    Der Erlös aus dem Verkauf der Münzen zur Jubiläumsfeier "200 Jahre Souveränität" in Liechtenstein im Jahre 2006 wurde zur Gänze in das ausgewählte Entwicklungsprojekt eingebracht. Damit konnte ein grosser Teil der Kosten für den Schulbau von rund 600'000 Franken gedeckt werden. Die restlichen Mittel wurden vom LED beigesteuert. Der LED war für die Vorbereitung und Abwicklung des Projekts verantwortlich.

    Der Schweizer Botschafter in Addis Abeba, Peter Reinhardt, gab zu Ehren der liechtensteinischen Delegation ein Abendessen, an welchem der österreichische und der deutsche Botschafter in Äthiopien sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung "Menschen für Menschen" teilnahmen.

    Vor kurzem hatte Caritas Liechtenstein zusammen mit Bischof Abraham, welcher einer Diözese südlich von Addis Abeba vorsteht und sich im Lande aufhielt, Regierungsrätin Kieber-Beck in Vaduz besucht. Das damals geführte Gespräch über eine mögliche Zusammenarbeit zur Unterstützung des Bildungsbereichs in Äthiopien wurde nun in Addis Abeba in der Residenz des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Ramiro Moliner Inglés, bei einem Treffen, an welchem auch der Erzbischof von Äthiopien und weitere Würdenträger teilnahmen,  weiter vertieft.

    Regierungsrätin Rita Kieber-Beck wurde auf ihrer Reise begleitet von Botschafter Roland Marxer, Leiter des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten, Rudolf Batliner, Geschäftsführer des LED, und von der früheren Präsidentin des LED, Marie Louise Eberle.

    Hintergrundinformationen unter www.Menschen-fuer-Menschen.org.

Kontakt:
Rudolf Batliner, Geschäftsführer des LED, Tel. +423 232 09 75;
Roland Marxer, Amt für Auswärtige Angelegenheiten, Tel. +423 236 60
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