Fürstentum Liechtenstein

pafl: Übernahmegesetz in Vernehmlassung

      (ots) - Vaduz, 14. Juni (pafl) – Die Regierung hat einen
Vernehmlassungsbericht zur Schaffung eines Gesetzes betreffend
Übernahmeangebote verabschiedet. Mit dem Vernehmlassungsbericht wird
die Richtlinie 2004/25/EG umgesetzt und damit ein rechtlicher Rahmen
für die grenzüberschreitende Übernahme von börsennotierten
Unternehmen geschaffen. Das Übernahmegesetz garantiert ein faires
und transparentes Übernahmeverfahren, das unter der Aufsicht einer
unabhängigen Stelle durchgeführt wird und den Interessen aller
betroffenen Akteure des Übernahmeverfahrens Rechnung trägt.

    Das Übernahmeverfahren legt folgende wichtige Grundsätze fest, welche bei Übernahmeverfahren zwingend beachtet werden müssen: - Gleichbehandlung aller Beteiligungspapierinhaber. - Die Angebotsempfänger müssen über genügend Zeit und ausreichende Informationen verfügen, um in ausreichender Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden zu können. - Das Leitungs- und Verwaltungsorgan der Zielgesellschaft muss im Interesse der gesamten Gesellschaft handeln. - Marktverzerrungen müssen vermieden werden. - Der Bieter muss vor Ankündigung des Angebotes sicherstellen, dass er die Gegenleistung in vollem Umfang und rechtzeitig leisten kann. - Das Übernahmeverfahren muss möglichst rasch durchgeführt werden, da die Geschäftstätigkeit der Zielgesellschaft während der Dauer eines Übernahmeverfahrens erheblich behindert wird.

    Zuständig für alle im Übernahmegesetz geregelten Angelegenheiten soll die Finanzmarktaufsicht (FMA) sein.

    Der Vernehmlassungsbericht kann bei der Regierungskanzlei oder über deren Homepage im Internet (www.rk.llv.li – Vernehmlassungen) bezogen werden.

Kontakt:
Ressort Justiz
Patricia Wildhaber
Tel.:  +423/236 60 34