Fürstentum Liechtenstein

pafl: Freihandelsabkommen der EFTA-Staaten mit Korea

      (ots) - Vaduz, 15. März (pafl) - Die Regierung unterbreitet dem
Landtag den Bericht und Antrag betreffend das Freihandelsabkommen
der EFTA-Staaten mit der Republik Korea sowie das
Investitionsabkommen zwischen Island, Liechtenstein, der Schweiz und
Korea vom 15. Dezember 2005. Das Freihandelsabkommen umfasst den
Handel mit Industrieprodukten (einschliesslich verarbeitete
Landwirtschaftsprodukte sowie Fisch und andere Meeresprodukte), den
Handel mit Dienstleistungen, das Geistige Eigentum, das öffentliche
Beschaffungswesen und den Wettbewerb. Da Norwegen aus
verfassungsrechtlichen Gründen darauf verzichtet hat, mit Korea
Investitionsregeln auszuhandeln, haben die Schweiz, Liechtenstein
und Island mit Korea zusätzlich zum Freihandelsabkommen ein
Investitionsabkommen abgeschlossen. Dieses umfasst den Marktzugang
für neue Investitionen und den Schutz getätigter Investitionen. Der
Handel mit unverarbeiteten Landwirtschaftsprodukten wird in
Landwirtschaftsabkommen geregelt, die die einzelnen EFTA-Staaten und
Korea bilateral abgeschlossen haben, um den Besonderheiten der
Landwirtschaftsmärkte und -politiken der verschiedenen EFTA-Staaten
Rechnung zu tragen. Das bilaterale Landwirtschaftsabkommen zwischen
der Schweiz und Korea findet aufgrund des Zollvertrags auch auf
Liechtenstein Anwendung.

    Die mit Korea abgeschlossenen Abkommen verbessern auf breiter Basis den Marktzugang bzw. die Rechtssicherheit für die Exporte der EFTA-Staaten (Waren und Dienstleistungen) und gewährleisten die Zulassung und die Nutzung von Investitionen sowie den Schutz für Rechte an Geistigem Eigentum. Sie erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft der EFTA-Staaten auf dem koreanischen Markt nicht nur, weil damit Diskriminierungen abgewendet werden, die sich aus bestehenden und künftigen Präferenzabkommen Koreas mit anderen Partnerstaaten ergeben. Ein Wettbewerbsvorteil ergibt sich auch daraus, dass die EFTA-Staaten auf dem koreanischen Markt präferenziellen Zugang erhalten, ohne dass dies zur Zeit für ihre Hauptkonkurrenten aus der EU, den USA und Japan der Fall ist. Korea hat bisher Freihandelsabkommen mit Chile und Singapur abgeschlossen und steht mit den ASEAN-Staaten, Japan und Kanada in Verhandlung.

    Korea ist nach Mexiko, Chile und Singapur der vierte Partner, mit welchem die EFTA-Staaten ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen haben. Gemessen am Bruttoinlandprodukt ist Korea weltweit eine der zehn grössten Volkswirtschaften und wird (nach der EU) der grösste Freihandelspartner der EFTA-Staaten sein. Entsprechend bedeutend ist das Entwicklungspotential für Handel und Investitionen, das sich aus diesen Abkommen ergibt.

Kontakt: Amt für Auswärtige Angelegenheiten Esther Schindler Tel: +423 236 60 57



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