Fürstentum Liechtenstein

Waffenplatz St. Luziensteig

Verabschiedung des Leiters der Schweizer Delegation in der   Waffenplatzkommission

    Vaduz (ots) - Nach dem letzten verheerenden Waldbrand vom 5. Dezember 1985 wurden zwischen den Regierungen Liechtensteins und der Schweiz umgehend zwischenstaatliche Verhandlungen aufgenommen mit dem Ziel, alle grenzüberschreitenden Fragen zu regeln, die sich aus dem Bestehen und dem Betrieb des Waffenplatzes St. Luziensteig ergeben.

    Zu diesem Zwecke wurde eine paritätisch besetzte Waffenplatzkommission eingesetzt, welcher liechtensteinischerseits der Amtsvorstand des Amtes für Wald, Natur und Landschaft als Leiter, die Amtsvorstände des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten und des Amtes für Zivilschutz und Landesversorgung sowie der Vorsteher und ein Gemeinderat von Balzers angehören. Seit Bestehen der Waffenplatzkommission leitet Theo Riesen, Stellvertretender Direktor/Leiter der Hauptabteilung C und Infrastruktur im Bundesamt für Betriebe des Heeres die schweizerische Delegation und amtet gleichzeitig auch als Vorsitzender der Waffenplatzkommission St. Luziensteig.

    Obwohl unmittelbar nach dem Waldbrand die Ausgangslage für die Waffenplatzkommission nicht einfach, die Erwartungshaltung mit Blick auf verbindliche Lösungen dagegen sehr hoch war, vermochte die Waffenplatzkommission schon am 3. November 1992 ein Verhandlungsprotokoll mit umfassenden Regelungen abzuschliessen: Fixierung räumlicher Regelungen von militärischen Übungen im Raum Landesgrenze, Zielraum Answiesen und Sprengplatz, zeitliche Regelungen bezüglich Schiesszeiten, Lärmbegrenzungen, Bau einer Ortskampfanlage sowie Festlegung von zulässigen Waffen- und Munitionsarten. Die Überwachung und Sicherstellung dieser grundsätzlichen Abmachungen durch eine Vielzahl von Anordnungen und Massnahmen bildeten danach den Schwerpunkt der Tätigkeit. Zusätzlich zu erwähnen sind der Abschluss privatrechtlicher Verträge mit der Gemeinde Balzers und die Errichtung einer Jagdschiessanlage auf dem Waffenplatzgelände sowie die noch laufenden Neu- und Erneuerungsbauten auf dem Kasernenareal.

    Am Rande einer Sitzung der Waffenplatzkommission in Vaduz vom 28. März 2002 nutzte Regierungsrat Alois Ospelt als verantwortliches Regierungsmitglied für den Bereich Inneres die Gelegenheit, Theo Riesen für seine Verdienste um die Neuregelungen auf dem Waffenplatz St. Luziensteig bestens zu danken und ihm für die Pension alles Gute zu wünschen.

ots Originaltext: pafl
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