Fürstentum Liechtenstein

Raumplanung. Die Chance Liechtensteins

Rückzonierung nein - Schranken ja          Vaduz (ots) - Aufgabe der Gemeinden ist es, ihre   Zonenpläne aufzustellen und weiterzuentwickeln. Sie haben den   Lebensraum in Baugebiet und Nichtbaugebiet zu unterteilen. Sie   haben mit dem Zonenplan die Nutzungsarten des Bodens festzulegen,   Nutzungen einzuschränken oder gewisse Nutzungen vorzuschreiben.          Die Gemeinden haben die Grösse der Bauzone auf die Bedürfnisse   der Bevölkerung und der Wirtschaft auszurichten. Die heutigen   Bauzonen sind aber weit über die wirklichen Raumbedürfnisse   hinaus dimensioniert worden. Das ist aus heutiger Sicht weder   ökonomisch, ökologisch noch räumlich sinnvoll. Daher wird im   neuen Raumplanungsgesetz vorgeschlagen, dass Bauzonen einen   Entwicklungsspielraum von höchstens zehn Jahren aufweisen sollen.   Vorbehalten bleibt die im Raumplanungsgesetz vorgesehene Besitz- standsgarantie.          Das neue Raumplanungsgesetz will mit dieser Bestimmung für   Gemeinden, Einwohner und Grundeigentümer Klarheit schaffen. Der   Gesetzgeber verlangt keine Rückzonierung, setzt aber künftigen   Erweiterungen präzise Schranken: Künftige Erweiterungen sind an   den Nachweis gebunden, dass diese auch tatsächlich notwendig   sind. Im Gesetzesvorschlag sind präzise Regeln und Grundsätze zur   Beurteilung aufgestellt. Diese sind transparent und im Falle   einer künftigen Erweiterung nachzuweisen. Im Falle einer   Bauzonenerweiterung muss die Gemeinde:          ihre beabsichtigte künftige Entwicklung in einem Richtplan   darlegen. Gleichzeitig sind auch die Konsequenzen bezüglich   Verkehr, Natur, öffentlicher Bauten und Anlagen usw. zu   überprüfen und aufzuzeigen;          den aktuellen Bedarf an Wohn- und Arbeitsflächen belegen;          die noch vorhandenen Bauzonenkapazitäten für Wohn- und   Arbeitsplätze ermitteln und nachweisen.            Der haushälterische Umgang mit dem Boden ist ein Gebot der   Solidarität mit den künftigen Generationen im Fürstentum   Liechtenstein und: die räumliche Chance für unsere Zukunft.

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