Fürstentum Liechtenstein

Feuerbrandverordnung in Vernehmlassung

    Vaduz (ots) - Die Regierung hat den Entwurf für   die Verordnung zur Bekämpfung des Feuerbrandes genehmigt und   interessierten Kreisen zur Stellungnahme bis 28. Februar 2002   unterbreitet. Weitere Kreise oder Personen, die sich an der   Vernehmlassung beteiligen wollen, können den   Vernehmlassungsbericht bei der Regierungskanzlei beziehen. Der   Verordnungsentwurf stellt eine Ausführungsverordnung dar, in   welcher die Zuständigkeiten und Massnahmen bei der Bekämpfung des   Feuerbrandes definiert werden.  

    Der Feuerbrand ist eine Bakterienkrankheit, welche eine eng   begrenzte botanische Pflanzengruppe befallen kann. Dabei handelt   es sich um kernobstartige Rosengewächse, die zusammen mit den   Steinobst-, Rosen- und Spierstrauchartigen die eigentliche   Familie der Rosengewächse ergibt. Von Feuerbrand befallen werden   Kernobstbäume (Apfel, Birne und Quitte) und verschiedene Zier-   und Wildgehölze. Für den Obstbau ist der Feuerbrand   existenzbedrohend. Deshalb zielen alle Bekämpfungsmassnahmen   darauf ab, den Obstbau in seiner jetzigen Form zu erhalten.

    Die ursprünglich aus Nordamerika stammende hochinfektiöse   Krankheit trat 1957 in Europa erstmals auf und wurde in der   Schweiz 1989 nachgewiesen. In Liechtenstein wurde der Feuerbrand   erstmals im Juni 2001 festgestellt. Eine daraufhin durchgeführte   Kontrollkampagne zeigte, dass in fast allen Gemeinden Feuerbrand   nachweisbar war.  

    Für ein schnelles, der Befallslage angepasstes Handeln hat die   Regierung ein Konzept "Feuerbrand Bekämpfung" für unser Land   eingeführt. Das Konzept enthält die Strategien und legt die   Vorgehensweise bei den Kontrollen, die Bekämpfungsmassnahmen und   die präventiven Massnahmen fest. Das Konzept soll jährlich   aufgrund der Erfahrungen des vorhergehenden Jahres im In- und   Ausland überarbeitet werden.  

ots Originaltext: pafl
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Nr. 50 2002/239-8203



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