Fürstentum Liechtenstein

FATF streicht Liechtenstein von der schwarzen Liste

Anstrengungen zur Bekämpfung der Geldwäscherei anerkannt

    Vaduz (ots) - Vor einem Jahr setzte die Financial Action Task Force (FATF) Liechtenstein auf die Liste der nicht kooperativen Staaten und Territorien. An ihrer Plenarversammlung in Paris hat die FATF nun die Anstrengungen und Erfolge Liechtensteins in der Bekämpfung der Geldwäscherei und der organisierten Kriminalität anerkannt. Sie streicht Liechtenstein am 22. Juni 2001 von der schwarzen Liste.        Der liechtensteinische Regierungschef Otmar Hasler teilte den Medien an einer Pressekonferenz in Vaduz den Entscheid der FATF mit: "Die Streichung zeigt, dass die immensen Anstrengungen, welche das Land in den letzten Jahren zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der organisierten Kriminalität unternommen hat, international anerkannt werden. Liechtenstein wird nicht länger in die falsche Ecke gedrängt. Wir sind ein Teil der Staatengemeinschaft und sind uns unserer Verantwortung bewusst." Dank diesen Anstrengungen verfüge Liechtenstein über eine griffige Gesetzgebung zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der organisierten Kriminalität, die einen internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauche. Die Aufsichtsbehörden, die Polizei und die Gerichte seien personell massiv aufgestockt worden, um eine reibungslose Umsetzung der Gesetze zu gewährleisten. "Liechtenstein hat es sich selbst zur Aufgabe gemacht, Geldwäscherei und organisierte Kriminalität präventiv zu bekämpfen, um den Finanzplatz sauber zu halten. In jenen Fällen, wo ein Missbrauch dennoch gelingt, ist es das Ziel, die Täter wirkungsvoll zu bestrafen. Geldwäscherei und organisierte Kriminalität sind für uns inakzeptabel", so Regierungschef Otmar Hasler anlässlich der Pressekonferenz.        Wie wirkungsvoll ein System zur Bekämpfung der Geldwäscherei und des organisierten Verbrechens funktioniere, lasse sich insbesondere im Bereich der Rechtshilfe in Strafsachen erkennen. Positive Rückmeldungen verschiedener Staaten zeigten, dass das liechtensteinische Rechtshilfesystem heute gut funktioniere. Liechtenstein sei ein funktionierender Rechtsstaat. Der Regierungschef anerkannte auch die Leistungen der Regierung und des Landtages der vorangegangenen Legislaturperiode sowie die Anstrengungen der Wirtschaftsverbände, die wichtig gewesen seien für den jetzigen Entscheid der FATF. Die von Liechtenstein gesetzten Massnahmen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und des organisierten Verbrechens seien aufgrund ihrer breiten gesetzlichen Verankerung und des gemeinsamen Willens von Landtag und Regierung zur Weiterführung des eingeschlagenen Weges unumkehrbar.      Beim Kampf gegen die Geldwäscherei und die organisierte Kriminalität handle es sich um einen laufenden Prozess, der immer wieder Anpassungen erfordere. Liechtenstein werde sich weiterhin engagieren, erwarte aber auch, dementsprechend als souveräner Staat und als gleichberechtigter Partner angesprochen und behandelt zu werden.      "Der Kampf gegen die Geldwäscherei und die organisierte Kriminalität liegt in unserem ureigenen Interesse. Liechtenstein will einen sauberen Finanzplatz", bekräftigte Regierungschef Otmar Hasler zum Abschluss der Pressekonferenz.    

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