Bundesamt für Statistik

BFS: Wohnbautätigkeit im 4. Quartal 2004

      (ots) - Wohnbautätigkeit im 4. Quartal 2004

Wohnbautätigkeit weiter ansteigend

    Die Wohnbautätigkeit in der Schweiz vermochte auch im 4. Quartal 2004 weiterhin stark expandieren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war ein Anstieg um 15 Prozent auf insgesamt 11'700 neu erstellte Wohnungen zu beobachten. Die Zahl der Wohnungen, welche sich Ende Dezember 2004 im Bau befanden, erhöhte sich um mehr als 11 Prozent auf 46'350 Einheiten. Die erteilten Baugesuche für Wohnungen nahmen um markante 22 Prozent auf 12'600 Bewilligungen zu. Dies die wichtigsten provisorischen Ergebnisse der quartalsweise durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über die Wohnungsproduktion. Neu erstellte Wohnungen Im 4. Quartal 2004 wurden gesamtschweizerisch 11'700 Wohnungen neu erstellt, 15 Prozent oder 1500 Einheiten mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Über drei Viertel davon, 1150 Neuwohnungen, entstanden in der kleinsten Gemeindegrössenklasse bis 2000 Einwohner. Dagegen konnten die Gemeinden mit 2001 bis 5000 Einwohnern mit einem Rückgang um 7 Prozent (-190 Neuwohnungen) das Quartalsvolumen des Vorjahres nicht halten. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte reduzierte sich die Anzahl der neu erstellten Wohnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 320 Einheiten (-9%) auf nunmehr 3100 Neuwohnungen. Einbussen mussten die beiden Agglomerationen Zürich (-18% resp. -320 Einheiten) und Genf (-15% resp. -100 Einheiten) vermelden. Im Jahr 2004 stieg die Wohnungsproduktion in der Schweiz um 3450 (+10% gegenüber dem Jahr 2003) auf insgesamt 36'300 Wohneinheiten an. Als einzige Gemeindegrössenklasse musste jene mit 2001 bis 5000 Einwohnern einen Rückgang um 5 Prozent gegenüber 2003 hinnehmen. Dank den guten Ergebnissen im 2. Quartal 2004 erhöhte sich die Anzahl neu erstellter Wohnungen in den Agglomerationen um 1050 (+10%) auf total 11'650 Neuwohnungen. Getragen wurde dieses positive Resultat von allen Agglomerationen. Im Bau befindliche Wohnungen Ende Dezember 2004 wurde in der Schweiz an 46'350 Wohnungen gebaut. Dies waren 4750 oder 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wobei alle Gemeindegrössenklassen positiv an diesem Ergebnis partizipierten. Mit einer Zunahme um 1550 Wohnungen verzeichneten die Gemeinden mit 2001 bis 5000 Einwohnern den höchsten prozentualen Zuwachs (+18%). Eine intensivierte Wohnbautätigkeit zeigte sich auch in den Agglomerationen der fünf grössten Städte. Am Ende des 4. Quartals 2004 befanden sich 17'500 Wohnungen im Bau, was einer Erhöhung von 1750 Wohneinheiten (+11%) gleichkommt. Die Agglomeration Basel verzeichnete dabei den höchsten Anstieg mit einem Plus von 49 Prozent oder 650 im Bau befindlichen Wohnungen. Baubewilligte Wohnungen Im 4. Quartal 2004 wurden in der Schweiz 2250 oder markante 22 Prozent mehr Baubewilligungen für Wohnungen erteilt als im selben Zeitraum des Vorjahres. Mit über 12'600 neu bewilligten Wohnungen war das 4. Quartal 2004 dasjenige mit der höchsten Anzahl seit zehn Jahren. Einzig die Gemeinden mit 5001 bis 10'000 Einwohnern vermochten ihr Vorjahresniveau knapp nicht zu halten. Mit insgesamt 4400 bewilligten Wohnungen konnten ebenfalls die Agglomerationen der fünf grössten Städte von einer Erhöhung um 14 Prozent (+550 Wohnungen) berichten. Hauptsächlichen Beitrag zu diesem Resultat leistete dabei die Agglomeration Genf mit einem Anstieg um 460 Wohneinheiten, währenddem die Agglomerationen Basel (- 10% resp. -45 bewilligte Wohnungen) und Zürich (-3% resp. -65) Rückgänge zu verzeichnen hatten. Im Jahr 2004 wurden schweizweit annähernd 46'650 Baubewilligungen für Wohnungen ausgesprochen, was einer Zunahme um 13 Prozent oder 5400 Bewilligungen entsprach. An dieser positiven Entwicklung waren alle Gemeindegrössenklassen beteiligt. Ebenfalls erhöhten sich im Jahresvergleich die erteilten Baubewilligungen für Wohnungen in den Agglomerationen der fünf grössten Städte. Diese stiegen um 7 Prozent oder 900 bewilligte Gesuche für insgesamt 13'950 Wohnungen. Die Agglomeration Genf wies mit 20 Prozent den höchsten Zuwachs auf, währenddem die Agglomeration Basel mit einem Plus von 1 Prozent annähernd auf Vorjahresniveau stagnierte.

    Die vierteljährliche Wohnbaustatistik basiert auf zwei verschiedenen Erhebungen. Die erste erfasst die Wohnbautätigkeit in allen (in den früheren Quartalserhebungen vertretenen) 269 Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern sowie in den Agglomerationsgemeinden der Städte Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich. Die zweite Erhebung umfasst eine Stichprobe der übrigen Gemeinden. Diese Stichprobe erlaubt eine Hochrechnung der Zahl der baubewilligten und neu erstellen Wohnungen sowie der am Ende des Quartals im Bau befindlichen Wohnungen auf die gesamte Schweiz. Die Einteilung der Gemeindegrössenklassen basiert auf der Volkszählung von 1990. Die Angaben des Berichtsquartals in der vorliegenden Medienmitteilung sind provisorisch und können im Laufe des Jahres noch berichtigt werden, während die Vergleichswerte des 4. Quartals 2003 definitiv sind. Aus diesem Grund können zwischen den Quartalszahlen aus der Vorjahresmedienmitteilung und denjenigen in der vorliegenden Mitteilung Differenzen auftreten.

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Auskunft: Marc Zimmermann, BFS, Sektion Monetäre Unternehmensstatistik, Tel.: 032 713 64 93

    Neuerscheinungen: BFS, Die Wohnbautätigkeit in der Schweiz im 4. Quartal 2004, Neuchâtel 2005, Bestellnummer: 051-0404, Preis: Fr. 6.—, ist ungefähr vier Wochen nach Erscheinen dieser Medienmitteilung erhältlich.

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