Bundesamt für Statistik

Detailhandelsumsätze im März 2003 Detailhandel weiter im Tief – Rückgang um 4,3 Prozent

      (ots) - 6 Industrie et services
Industrie und Dienstleistungen
Industria e servizi Neuchâtel, 24. Juni 2003
Nr. 0350-0306-40

Detailhandelsumsätze im März 2003

Detailhandel weiter im Tief – Rückgang um 4,3 Prozent

    Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) nahmen die wertmässigen Detailhandelsumsätze im März 2003 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 4,3 Prozent ab. Im Februar 2003 hatten die Umsätze einen Rückgang von 2,4 Prozent verzeichnet. Verkaufstagsbereinigt fiel die Abnahme noch prägnanter aus, wies doch der März 2003 einen Verkaufstag mehr auf als der März des Vorjahres. Die Umsatzberechnungen nach Verkaufstagen ergaben demnach einen Umsatzrückgang von 8 Prozent. Allerdings wurde der negative Geschäftsgang tendenziell durch die unterschiedliche zeitliche Lage des Ostergeschäfts verstärkt. Letztes Jahr lagen die umsatzstarken Ostern im März, dieses Jahr im April. Erst die Zusammenfassung der Umsätze von März und April 2003 wird eine vom Ostergeschäft bereinigte Vergleichsgrundlage liefern. Die anhand des Landesindexes der Konsumentenpreise berechneten realen (teuerungsbereinigten) Umsätze sanken im Berichtsmonat um 5,9 Prozent. Pro Verkaufstag ergab sich eine Abnahme von 9,5 Prozent. Negative Umsatzentwicklung in den Warengruppen Betroffen vom Umsatzrückgang waren alle drei Hauptgruppen. Die Gruppe «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» wies eine Abnahme von 4,5 Prozent, die Gruppe «Bekleidung, Schuhe» eine solche von 5,9 Prozent aus. Eine Umsatzeinbusse resultierte auch im Total der «Übrigen Gruppen» mit einem Minus von 3,9 Prozent. Mit Ausnahme der Gruppe «Gesundheit, Körperpflege, Schönheit» deren Umsatzhoch mit einem Plus von 8,8 Prozent anhält, litten die übrigen Warengruppen teils stark unter der allgemeinen Kaufunlust. Besonders markant war die Umsatzeinbusse in der Gruppe «Persönliche Ausstattung» (-19,6%). Sie betraf vor allem die Schmuck- und Uhrenbranche.

Insgesamt schwaches 1. Quartal 2003

    Verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode sind die nominalen Umsätze in den ersten drei Monaten dieses Jahres insgesamt um 2,6 Prozent gesunken. Sämtliche Hauptgruppen wiesen dabei eine negative Entwicklung aus: «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» (-0,8%), «Bekleidung, Schuhe» (-3,8%) und «Übrige Gruppen» (-3,1%). Real sanken die kumulierten Umsätze im gesamten Detailhandel um 3,5 Prozent; auch hier lagen alle Hauptgruppen im Minus.

    Die Umsatzberechnung nach Verkaufstagen im 1. Quartal ergab eine Abnahme der kumulierten Umsätze von 3,9 Prozent nominal und 4,8 Prozent real.

Ergebnisse für das 1. Quartal 2003 nach Wirtschaftszweigen …

    Divergierend war die Entwicklung der Umsätze im Detailhandel nach Wirtschaftszweigen. So wies der Fachhandel mit pharmazeutischen und kosmetischen Artikeln im ersten Quartal ein Plus von 8,4 Prozent aus, positive Resultate verzeichneten auch der Versandhandel (+1,3%), die Reparatur von Gebrauchsgütern (+1,5%) und der Handel mit Antiquitäten und Gebrauchtwaren (+1,7%). Rückläufige Umsätze ergaben sich hingegen für den Fachdetailhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln und den sonstigen Fachdetailhandel mit einem Minus von je 3,3 Prozent sowie dem Handel mit Waren verschiedener Art, dessen Rückgang 2 Prozent betrug.

… und nach Betriebsgrösse

    Aufgegliedert nach der Betriebsgrösse meldeten im 1. Quartal 2003 sowohl die Klein- und Mittelbetriebe wie auch die Grossunternehmen rückläufige Umsätze. Den grössten Rückgang wiesen dabei mit 4,5 Prozent die mittleren Betriebe (15 bis 45 Vollzeitstellen) aus, gefolgt von den Grossunternehmen (mehr als 45 Vollzeitstellen) mit einem Minus von 2,7 Prozent und den kleineren Geschäften (weniger als 15 Vollzeitstellen) mit einem solchen von 1,9 Prozent.

HINWEIS: In Folge der Erneuerung der Stichprobe ab Januar 2003 konnten die Resultate von März 2003 erst mit 4 Wochen Verspätung publiziert werden. Wir bitten Sie für diese Verzögerung um Entschuldigung und hoffen auf Ihr Verständnis. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst

__________________ Information: Fabia Ndiaye-Laini, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel. 032 713 61 69 Hans-Peter Herrmann, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel. 032 713 68 33

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS http://www.statistik.admin.ch

24.06.2003



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