Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke

Erdgipfel in Johannesburg: Kritik an der Schweiz

    Bern (ots) - Die Umweltorganisation Greenpeace und die entwicklungspolitische Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke haben gemeinsam den Bundesrat aufgefordert, sich am Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg für klare und verbindliche Beschlüsse einzusetzen. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass "Johannesburg" nicht hinter "Rio" zurückfalle. Nötig sei ein griffiger Aktionsplan mit klaren und verbindlichen Zielen, Aufträgen und Terminen. Der Plan müsse insbesondere ein globales Förderprogramm für erneuerbare Energien und ein internationales Umwelthaftungsrecht enthalten. Die Liberalisierungen im Welthandel seien heute ein Haupthindernis für einen Kurswechsel; die Handelsregeln müssten deshalb den Sozial- und Umweltabkommen untergeordnet werden.

    Dem Bundesrat warfen die beiden Organisationen vor, er habe seine Hausaufgaben von Rio nicht gelöst. Die innenpolitische Passivität stehe in eklatantem Widerspruch zum durchaus fortschrittlichen Auftritt der Schweiz auf der internationalen Bühne. So spiele die Schweiz international bei der UNO-Bergkampagne eine führende Rolle, habe es bisher aber versäumt, die Protokolle der Alpenkonvention zu ratifizieren. Die Schweiz sei von einer nachhaltigen Entwicklung noch meilenweit entfernt.

ots Originaltext: Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke
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