Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS

Sperrfrist 28.05 0500 - 25 Kindersitze im TCS-Test - Ein Produkt mit Bestnote, vier fallen durch

Bern (ots) - Sperrfrist bis 28.05.2008, 05:00 Uhr Im Rahmen des TCS-Kindersitztests 2008 wurden insgesamt 25 Kindersitze untersucht. Geprüft wurde die Sicherheit bei einer Kollision, die Bedienungsfreundlichkeit sowie der Komfort und Gebrauch. Nur ein Kindersitz erhielt die Bestnote. Zehn Kindersitze erhielten das Prädikat "sehr empfehlenswert", neun wurden mit "empfehlenswert", einer mit "bedingt empfehlenswert" und vier mit "nicht empfehlenswert" bewertet. Um Kinder beim Transport im Fahrzeug optimal zu schützen, müssen sie mit guten Kindersitzen gesichert werden. Beim diesjährigen Test untersuchte der TCS daher 25 neue auf dem Markt erhältliche Produkte. Für den Test wurden über 100 Crashtests durchgeführt. Die Kindersitze wurden zudem auch auf Bedienungsfreundlichkeit überprüft. Nur wenn ein Kindersitz in den Testkriterien Sicherheit und Bedienung gut abschneidet, erhält er eine gute Bewertung. Der Test hat aufgezeigt, dass es mittlerweile in jeder Grösse mehrere gute Kindersitze gibt. Wie im Vorjahr schnitt eine Babyschale mit einer Isofix-Basis am besten ab: Der Römer Babysafe Plus Isofix ist sehr einfach zu montieren und bietet durch die Isofix-Basis einen optimalen Schutz beim Aufprall. Mit schlechtem Beispiel voran geht der Michelin Cockpit. Er fällt beim Frontalaufpralltest durch, da sicherheitsrelevante Bauteile versagen und für das Kind ein zu grosses Verletzungsrisiko besteht. Dies führt zur TCS-Bewertung "nicht empfehlenswert". Beim Seitenaufprallltest schneiden insgesamt drei Modelle sehr schlecht ab und erhalten die Note "nicht empfehlenswert". Grund für das schlechte Abschneiden ist, dass einige Modelle ganz auf einen Seitenaufprallschutz verzichten - bei ihnen muss die Rückenstütze für ältere Kinder demontiert werden. Um auch ältere Kinder optimal bei einem Seitenaufprall zu schützen, sollten für diese Alterskategorie vollwertige Kindersitze mit Rückenstütze und Seitenwangen verwendet werden. Denn Kopf- bzw. Seitenairbags im Fahrzeug können einen fehlenden Seitenaufprallschutz beim Kindersitz nicht ersetzen. Diese sind für Erwachsene ausgelegt. Das Bild links zeigt den Seitenaufpralltest mit einem Kindersitz ohne Rückenlehne. In diesem Fall treten grosse Verletzungen im Kopfbereich auf, da der Kopf des Kindes ungebremst an die Türinnenseite schlägt. N.B.: Kindersitze werden vom Gesetzgeber nicht auf den Schutz bei einem Seitenaufprall überprüft, obwohl diese Unfallart neben dem Frontalaufprall sehr häufig vorkommt. Die 25 geprüften Kindersitze wurden wie folgt bewertet (in Klammern das Gewicht des Kindes): - Die TCS-Empfehlung "hervorragend" erhielt: Römer Babysafe Plus Isofix (bis 13kg) - Die TCS-Empfehlung "sehr empfehlenswert" erhielten: Bébé Confort Streety, Chicco Autofix plus, Graco Logico S HP, Jané Strata, Peg-Pérego Primo Viaggio Tri-Fix, (alle bis 13kg), Römer Safefix Plus (9-18kg), Bébé Confort Moby, Cybex Solution X, Kiddy Discovery Pro (15-36kg), Kiddy Comfort Pro (9-36kg) - Die TCS-Empfehlung "empfehlenswert" erhielten: Mutsy Traveller (bis 10kg), Mutsy Safe 2 go (bis 13kg), Bébé Confort Axiss (9-18kg), HTS Besafe izi up, Jané Indy Plus Team, Nania Dreamfix SP, Recaro Monza, Storchenmühle Ipai (15-36kg), Nania Newline (9-36kg) - Die TCS-Empfehlung "bedingt empfehlenswert" erhielten: Baby Relax Babygold SX (bis 18kg) - Die TCS-Empfehlung "nicht empfehlenswert" erhielt: Baby Relax Evolusafe, IWH Variomax (15-36kg), Eitelplastic Luftikid, Michelin Cockpit (9-25kg) Kindersitze auch für Kinder, die älter als 7 Jahre sind Werden Kinder, die älter als 7 Jahre sind, mit dem vorhandenen Gurt auf der Rücksitzbank angeschnallt, hält dieser zwar die Kinder bei einem Aufprall zurück, jedoch können dabei schwere Verletzungen am Hals und im Bauchbereich entstehen. Mit einem guten Kindersitz ist der kleine Passagier optimal geschützt - auch bei einem Seitenaufprall! Ohne Sicherheitsgurt würde das Kind bei einem Aufprall schwerste Verletzungen davontragen. Daher empfiehlt der TCS Kinder bis 12 Jahre resp. bis zu einer Köpergrösse vom 150 cm (was zuerst eintrifft) im Kindersitz mitfahren zu lassen. Dies ist nicht mit Mehrkosten verbunden, schliesslich kann der gleiche Kindersitz, der ab vier Jahre verwendet wird, in der Regel weiterverwendet werden. Ratgeber "Auto-Kindersitze 2008" Weitere Informationen über Kinder-Insassensicherheit, Kauftipps und der aktuelle TCS-Kindersitztest sind im neuesten Ratgeber "Auto-Kindersitze 2008" zusammengefasst. Der Ratgeber ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit des Touring Club Schweiz (TCS) mit der bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung. Der Ratgeber ist ab sofort gratis in allen TCS-Geschäftsstellen oder bei der bfu in Bern erhältlich. Bilder und Grafiken vom TCS-Kindersitztest 2008 können beim TCS Emmen Tel. 041 267 18 36 oder per Mail akeller@tcs.ch bestellt werden. Das gesamte Pressedossier kann auf der Seite http://www.tcs.ch/main/de/home/der_tcs/presse/konferenz.html heruntergeladen werden. 40 Jahre TCS-Kindersitztest Seit 1968 testet der TCS Auto-Kindersitze. In den vergangen 40 Jahren wurden über 300 Kindersitze getestet. Ziel der regelmässigen Tests ist die Kindersicherheit im Auto stetig zu verbessern. Seit 1997 führt der TCS jedes Jahr ein Kindersitz-Test durch. Seit 1993 gibt er die Broschüre "Auto-Kindersitze" heraus, welche seit 2002 in Zusammenarbeit mit der bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung entsteht. Dieses Engagement wird finanziell vom Fonds für Verkehrssicherheit FVS unterstützt. Heute hat die Broschüre eine Auflage von 140'000 Exemplaren pro Jahr. Sie wird u.a. der "Mama-Geschenkpackung" von Present-Service (Auflage 60'000) beigelegt, die werdenden Müttern abgegeben wird. Mitgliedervorteil bei Baby-Rose TCS-Mitglieder profitieren von einem vorteilhaften Rabatt auf Kindersitze, die beim TCS-Test mit mindestens "empfehlenswert" bewertet wurden. Weiter können hier auch gebrauchte Kindersitze überprüft werden (für Mitglieder kostenlos). www.babyrose.ch Kontakt: Kontaktperson für die Medien: TCS Emmen, Toni Keller, Leiter Technik und Wirtschaft, Tel. 041 267 18 36

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