Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

EVD: Der Handel mit Milchkontingenten wird eingeschränkt

    Bern (ots) -


      Der Bundesrat schränkt den Handel mit Milchkontingenten ein. Mit
der heute verabschiedeten Änderung der
Milchkontingentierungsverordnung (MKV) sollen Vermieter nicht auf
Kosten der aktiven Milchproduzenten hohe Miet- oder Verkaufspreise
erzielen können. Der Bundesrat reagiert damit auf die herrschende
Unsicherheit im Kontingentshandel, die insbesondere die Mieter von
Milchkontingenten unter Druck gesetzt hat. Im Hinblick auf den
Ausstieg aus der Milchkontingentierung (optional ab 1. Mai 2006,
flächendeckend auf 1. Mai 2009) ist eine erhöhte Nachfrage nach
Kontingenten feststellbar. Da angenommen wird, dass sich die
Festlegung der Vertragsmenge nach dem Ausstieg an der bisher
produzierten Menge orientieren dürfte, versuchen viele Produzenten,
sich mit Kontingentsaufstockungen eine gute Ausgangslage für die
Zeit nach dem Ausstieg zu schaffen. Diese Situation nützen
Produzenten, die ihre Kontingente vermietet haben, vermehrt aus. Von
Seiten der Produzentenorganisationen wurde denn auch von einer
verschärften Situation gesprochen und Massnahmen vom Bund verlangt.

    Mit dem neuen Artikel 3a der MKV wird die Möglichkeit des Kontingentshandels etwas eingeschränkt. Demnach können langfristig vermietete Kontingente nur noch zur Selbstnutzung zurück genommen werden. Eine weitere Vermietung oder ein Verkauf bleibt ausgeschlossen. Damit wird die spekulative Kontingentsrücknahme, welche die aktiven Produzenten zunächst sehr stark unter Druck gesetzt hat, unterbunden.

Auskünfte: Bundesamt für Landwirtschaft, Hauptabteilung Produktion und Internationales,

Jacques Chavaz, stellvertretender Direktor, Tel. 031 322 25 02



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