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DEZA: Jahrestagung der Humanitären Hilfe im Zeichen der Sicherheit

    Bern (ots) -

SPERRFRIST: FREITAG, 7. MÄRZ 2003, 15.30 UHR

Luzern / Bern, den 7. März 2003

    Bundesrätin Micheline Calmy-Rey sprach sich in Luzern an der Jahrestagung der zur DEZA gehörenden Humanitären Hilfe des Bundes für die Förderung einer weltweiten Friedenskultur aus. Die von rund 800 Gästen besuchte Tagung stand unter dem Motto "Humanitäre Hilfe für mehr Sicherheit". Nebst dem Auftritt der Aussenministerin bildete die Podiumsdiskussion von humanitären Fachleuten – unter ihnen die Schweizerin Hei-di Tagliavini, UNO-Sonderbeauftragte für Georgien – einen weiteren Höhepunkt. Auch DEZA-Direktor Walter Fust und Toni Frisch, Delegierter für Humanitäre Hilfe und Chef SKH, äusserten sich zu aktuellen humanitären Fragen, beispielsweise im Umfeld der Irak-Krise. Ausgehend vom Mitte Februar in Genf durchgeführten "Humanitarian Meeting Iraq", wies Bun-desrätin Micheline Calmy-Rey auf die schwerwiegenden humanitären Konsequenzen hin, die ein Krieg zur Folge haben würde. Ein Krieg im Irak würde nicht, wie von machen behauptet, mehr Sicherheit bringen, sondern im Gegenteil viele neue Unsicherheiten schaffen und den internationalen Terrorismus weiter schüren. Die Aussenministerin sprach sich für die Förde-rung einer weltweiten Friedenskultur aus, thematisierte humanitäre Fragen im Umfeld der Irak-Krise und rief indes auch Krisenherde in anderen Teilen der Welt in Erinnerung: Im Kaukasus, in Afghanistan oder im westlichen Afrika. Zum Schluss ihrer Ansprache betonte Bundesrätin Calmy-Rey, dass die Schweiz mit konstruktivem Dialog und verstärkter internationaler Koope-ration zur Sicherheit beitragen will. (Der volle Wortlaut der Rede ist unter www.deza.admin.ch abrufbar.)

    Eröffnet wurde die Jahrestagung der Humanitären Hilfe und des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe SKH durch DEZA-Direktor Walter Fust vor rund 800 Gästen im Luzerner Kul-tur- und Kongresszentrum. Nach einer Grussadresse des Luzerner Stadtpräsidenten, Urs W. Studer, vermittelten Videostatements einen Eindruck davon, welche Vorstellungen Menschen in aller Welt mit dem Begriff "Sicherheit" verbinden. Dass humanitäre Hilfe und Entwicklungs-zusammenarbeit sehr wohl etwas mit Sicherheit zu tun haben, kam in der Expertenrunde klar zum Ausdruck. Heidi Tagliavini, UNO-Sonderbeauftragte für Georgien, Françoise Le Goff, Lei-terin der Regional-Delegation der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) in Nairobi, Nigel Fisher, stellvertretender UNO-Sonderbeauftragter für Afghanistan, und Walter Fust, Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, bezeugten auf vielfältige Weise, wie bedeutend Sicherheit für die menschliche Entwicklung und die humanitä-ren Akteure ist und welchen Beitrag die Schweiz dazu leisten kann.

    Toni Frisch, Delegierter für humanitäre Hilfe und Chef des SKH, war dieser Tage zu einer La-gebeurteilung in den Irak gereist. In Bagdad haben sämtliche Gesprächspartner der UNO und der Internationalen Organisationen die durch das Genfer Treffen Mitte Februar erzielte Sensi-bilisierung für humanitäre Fragen geschätzt. Humanitäre Vorbereitungsmassnahmen seien nicht gleich zu setzen mit Hinnahme von kriegerischem Konflikt: "Auch wenn man das Beste hofft, muss man sich auf das Schlimmste vorbereiten", umschrieb Frisch das humanitäre Vor-sorge-Konzept. Für das laufende Jahr hat die DEZA 4,5 Millionen Franken an humanitärer Hil-fe für den Irak budgetiert. Als zusätzliche Nothilfe wurden bisher 2,5 Millionen Franken einge-setzt.

    Das Tagungsthema "Humanitäre Hilfe für mehr Sicherheit", eingebettet in das DEZA Jahres-thema "Sicherheit durch Entwicklung", wurde auch mit Projektbeispielen aus Moldawien und Äthiopien illustriert; Bild- und Ausstellungselemente sowie künstlerische Einlagen – Sicherheit als Seiltanz versinnbildlicht – ergänzten den Tag.

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