Eidg. Departement des Innern (EDI)

Ein Nationales Forschungsprogramm über Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen

(ots) - Bundesrat Pascal Couchepin wünscht, dass rasch die Forschungsarbeiten über den Nutzen und die Risiken der Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen in der Schweizer Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie aufgenommen werden. Der Chef des Departements des Innern hat den Staatssekretär für Bildung und Forschung, Charles Kleiber, beauftragt, die notwendigen Schritte zur sofortigen Lancierung eines Nationalen Forschungsprogramms (NFP) zu dieser Frage vorzubereiten. Für das NFP ist ein Finanzrahmen von 12 Millionen Franken vorgesehen. Für das Nationale Forschungsprogramm war ursprünglich eine Laufdauer von fünf Jahren geplant. Unter der Berücksichtigung des Resultats der Abstimmung vom letzten Sonntag und der Annahme der Moratoriumsinitiative, welche dazu führt, dass in den nächsten fünf Jahren in der Schweiz keine gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft und in der Tierzucht verwendet werden, wünscht der Bundesrat, dass die Forschenden ihre Forschungsarbeiten schneller in Angriff nehmen, damit am Ende des Moratoriums die für die politische Diskussion notwendigen wissenschaftlichen Entscheidgrundlagen zur Verfügung stehen. Die Forschenden sollen dazu beitragen, Lücken über biologische und ökologische Zusammenhänge im erwähnten Themenbereich zu schliessen, die Kenntnisse hinsichtlich einer anwendungsorientierten Biosicherheitsforschung mit Bezug auf die Situation und Problemlage in der Schweiz voranzutreiben und die Analyse des Nutzens und der Risiken der Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen in der schweizerischen Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie auf eine solide Erkenntnisgrundlage zu stellen. Zudem sollen auch Fragen des Risikomanagements aus politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht untersucht werden. EIDG. DEPARTEMENT DES INNERN Presse- und Informationsdienst Auskunft: Claudine Dolt, Staatssekretariat für Bildung und Forschung, Tel. 031 322 78 38

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