Eidg. Departement des Innern (EDI)

Erste Sitzung in der Vermittlung des Bundes im Kulturgüterstreit zwischen St. Gallen und Zürich

      (ots) - Im Rahmen des Vermittlungsverfahrens des Bundes im
Kulturgüterstreit zwischen St. Gallen und Zürich hat in Bern unter
der Leitung des Generalsekretärs des EDI am 19. November eine erste
Sitzung stattgefunden. Ziel der Sitzung war es, erste gemeinsame
Vorstellungen über das Vorgehen für die Streitbewältigung zu
entwickeln. Die Sitzung fand in einem konstruktiven Klima statt. St.
Gallen und Zürich streiten um die Rechte an Kulturgütern, welche die
Zürcher Truppen 1712 während des 2. Villmergerkriegs aus dem Kloster
St. Gallen weggeführt haben. Darunter befinden sich wertvolle
Handschriften, die heute grösstenteils in der Zentralbibliothek
Zürich aufbewahrt werden. St. Gallen will diese Güter in die
Stiftsbibliothek zurückführen. Bisherige Versuche einer gütlichen
Lösung sind gescheitert, weshalb der Bund um Vermittlung ersucht
wurde. Der Bundesrat hat die Bereitschaft zur Vermittlung bekundet
und das EDI damit beauftragt. Im Rahmen dieser Vermittlung hat am
19. November ein erstes Treffen zwischen Vertretungen des Bundes
(Generalsekretariat des EDI, Bundesamt für Kultur, Bundesamt für
Justiz) sowie der Kantone St. Gallen (Kanton und Stiftsbibliothek)
und Zürich (Kanton, Stadt Zürich und Zentralbibliothek)
stattgefunden. An der Sitzung wurden erste Schritte für eine
gemeinsame Streitbewältigung gemacht. Es wird ein zweistufiges
Verfahren vorgesehen. Vorerst sollen die grundlegenden
Vorgehensfragen und - modalitäten erörtert werden. Diese sollen dann
der politischen Ebene unterbreitet werden. Es wurde vereinbart, dass
der Bund für die Information zuständig ist.

EIDG. DEPARTEMENT DES INNERN Presse- und Informationsdienst Auskunft: Pascal Strupler, Generalsekretär EDI, Tel. 031 / 322 80 06 Jean-Marc Crevoisier, Kommunikationschef EDI, Tel. 031 / 322 80 16



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