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Anecova SA

Künstliche Befruchtung in vivo anstatt in vitro: Anecova entwickelt ein zukunftsträchtiges Verfahren

Genf (ots)

  • Martin Velasco, Dr. Pascal Mock und Prof. Patrick Aebischer, Präsident der Ecole Polytechnique Fédérale in Lausanne, haben heute Morgen in Genf bei einer Pressekonferenz eine Lösung vorgestellt, die neue, vielversprechende Möglichkeiten für die künstliche Befruchtung eröffnet.
  • Hauptvorteil der neuen Spitzentechnologie, die von dem in der französischen Schweiz ansässigen Biotechnologie-Unternehmen Anecova SA entwickelt wurde, ist die Rückkehr zu einer dem natürlichen Vorgang näheren Verfahren, denn die Befruchtung und das Wachstum des Embryos finden in vivo statt (in einer Kapsel in der Gebärmutter der künftigen Mutter) und nicht in vitro (in der Retorte).
  • Anecova veröffentlicht Ergebnisse, die nachgewiesen wurden und besser als erwartet ausfielen. Es geht um viel, denn inzwischen ist jedes zehnte Paar von Unfruchtbarkeit betroffen, das sind über 80 Millionen Menschen weltweit.
Dr. Pascal Mock, Spezialist für Reproduktionsmedizin
im Zentrum für künstliche Befruchtung der Clinique des Grangettes in
Genf, und Wissenschaftler, der über die Implantation menschlicher
Embryonen forscht, hat sich immer darum bemüht, die Behandlung von
unfruchtbaren Paaren zu verbessern. So hat er im Jahr 2000 die
innovative Idee gehabt, die Retorte für die künstliche Befruchtung in
vitro durch eine durchlässige Kapsel, die in die Gebärmutter der
Mutter eingesetzt wird, zu ersetzen, um so den Gameten (Spermien,
Eizellen) und/oder Embryonen eine Entwicklung unter natürlicheren
Bedingungen, das heisst in vivo, zu ermöglichen.
Nachdem Dr. Pascal Mock seine Hypothesen bei Versuchen mit Mäusen
bestätigen konnte, liess er 2001 seine Erfindung durch ein Patent
schützen. Auch wenn die Idee einfach erscheint, so erforderten ihre
Umsetzung und insbesondere die Entwicklung der Kapsel und des
Systems, das ermöglicht, die Kapsel in die Gebärmutter einzusetzen,
den Einsatz von Spitzentechnologien sowie weitreichende
Untersuchungen über die dafür verwendeten Stoffe.
Martin Velasco, der vom Wall Street Journal als der "leading
Business Angel" in Europa und von der Business Week ("The Stars of
Europe") als einer der führenden Köpfe für den Wandel in Europa
angesehen wird, ist seit Jahren in Genf tätig, wo er zum Erfolg von
Unternehmen wie Sumerian Networks, Speedlingua, AC Immune und
NovImmune beiträgt. Er interessierte sich für diese neue
Herausforderung, tat sich mit Dr. Mock zusammen und gründete im März
2004 die Anecova SA, die in Genf (Geschäftsitz) und Epalinges
(Laboratorien) angesiedelt ist. Anecova hat von Anfang an mit
herausragenden internationalen wissenschaftlichen Beratern aus
Belgien, Frankreich, Spanien, Deutschland und den USA gearbeitet.
Was die verwendeten Stoffe und deren Bearbeitung angeht, so konnte
Anecova auf die aktive Unterstützung der Ecole Polytechnique Fédérale
in Lausanne zurückgreifen, die für ihr weitreichendes Know-how in
diesem Bereich renommiert ist. Die Kapsel von Anecova hat nämlich nur
einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter. Sie ist zudem von
hunderten von Öffnungen durchbrochen, die nur ein paar Dutzend
Mikrometer gross sind, um den aktiven Austausch zwischen dem Embryo
und seinem natürlichen Umfeld zu erleichtern.
Für die Entwicklung und Herstellung dieser Kapsel, die auf die
heute schon verwendeten Katheter angepasst werden musste, bedurfte es
verschiedener Techniken, die höchste Präzision garantieren, sowie der
fundierten Fachkenntnisse des Teams von Professor Patrick Aebischer
in der Verkapselung von Zellen.
Die von Anecova entwickelte Lösung, die durch zahlreiche Patente
gut geschützt ist, befindet sich derzeit in der Phase klinischer
Tests, die am CRG des Academisch Ziekenhuis der Vrije Universiteit in
Brüssel unter der Leitung von Prof. Paul Devroey durchgeführt werden.
Diese ersten klinischen Tests ergeben mehr als ermutigende Resultate
sowohl im Hinblick auf die technische Machbarkeit als auch auf die
physische und psychologische Verträglichkeit für die Patienten, vor
allem aber in Bezug auf die Qualität der Embryonen.
Diese klinischen Tests werden nunmehr in zwei anderen europäischen
Ländern fortgeführt. Die Ergebnisse, die höchsten wissenschaftlichen
Anforderungen entsprechen, sollen im nächsten Jahr veröffentlicht
werden. Anecova wird dann die notwendigen Anträge für die Genehmigung
einer Vermarktung der Lösung stellen, und dabei in erster Linie auf
Europa, die USA, Japan und China abzielen.
"Wir hoffen, dass wir die Anecova-Lösung 2008 am Markt einführen
können", sagte Martin Velasco, und meinte weiter, dass sich das
Unternehmen vor allem der Weiterführung seiner Forschungsarbeiten im
Bereich künstliche Befruchtung sowie der Vermarktung seiner Lösung
widmen, die Produktion der zahlreichen Bestandteile an
Mikrotechnik-Unternehmen vergeben wird. Die Endmontage und die
Entwicklung des Produkts werden jedoch in den Anecova-Laboratorien in
Epalinges durchgeführt, um das Know-how des Unternehmens zu schützen
und die erforderliche Qualität zu garantieren.
Dafür will Anecova 2007 noch ein Dutzend Spezialisten einstellen.
Auf die Frage nach weiteren Anwendungsmöglichkeiten meinten Martin
Velasco und Dr. Mock, dass die Anecova-Lösung, für die vorklinische
Tests an Rindern durchgeführt wurden, natürlich auch für die
Fortpflanzung bei Tieren angewandt werden kann. In diesem
Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass das französische
Institut für Agrarforschung INRA (Institut National de la Recherche
Agronomique) und das entsprechende Institut in Deutschland, die
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, sich des bedeutenden
Potenzials dieser Neuentwicklung bewusst sind und von Anfang an eng
mit Anecova zusammengearbeitet haben.

Kontakt:

Martin Velasco
President & CEO von Anecova
E-Mail: mvelasco@anecova.com
Internet: www.anecova.com

Pressedossier (auf Französisch oder auf Englisch):
Violaine Dällenbach, Rochat & Partners
Tel.: +41/22/718'37'42
E-Mail: vdallenbach@rochat-pr.ch