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IHA Switzerland: Sparefroh ist anderswo. Oder: Wie die Schweizer auf die Finanzkrise jetzt vor Weihnachten reagieren

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    Hergiswil (ots) - Paradox: trotz äusserst pessimistischer Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage aufgrund der Finanzkrise denken die Schweizer gar nicht daran, zu Weihnachten weniger auszugeben als bisher, sondern sogar mehr. Interessantes Detail: im Vergleich zur ersten Befragungswelle im August geben signifikant mehr Personen an, die Finanzkrise nicht beurteilen zu können.

    Rund ein Drittel aller Schweizerinnen und Schweizer glaubt, dass die Krise andauert und befürchtet, dass es noch weiter abwärts gehen wird. Dieser Wert zeigt sich im Vergleich zur Umfrage im August unverändert. Weitere 15% der befragten Personen sind sogar davon überzeugt, dass uns das Schlimmste noch bevorsteht, während im August nur 10% dieser Meinung waren. Personen ab 50 Jahren blicken besorgter in die Zukunft, als dies die Befragten bis 29 tun. Insgesamt sind rund 76% zu den "Pessimisten" zu zählen. Erstaunlich ist, dass Männer optimistischer sind als Frauen, sowohl in der August- als auch in der November-Umfrage.

    Finanzkrise und Konsumverhalten - ein Paradox

Der Pessimismus ist möglicherweise theoretisch: er schlägt sich nicht auf das Ausgabeverhalten der Schweizerinnen und Schweizer nieder. 63% aller Befragten geben an, dass die Finanzkrise keinen Einfluss auf ihr Ausgabeverhalten habe. Im Vergleich zur Augustumfrage (58%) ist dieser Wert doch um einiges gestiegen. Vor allem junge Menschen haben nicht vor, auf Konsum zu verzichten. Sparen statt ausgeben wollen nur 14%.

    Die Finanzkrise unterm Weihnachtsbaum?

    27% aller Schweizerinnen und Schweizer geben an, dieses Jahr weniger Geld für Geschenke auszugeben zu wollen, als im Vorjahr (2007: 15%). Trotz Pessimismus scheint es jedoch beim Sparvorsatz zu bleiben: Die Summe, die man beabsichtigt auszugeben, liegt sogar höher als im 2007: Durchschnittlich CHF 562.- werden dieses Jahr pro Person für Geschenke eingeplant. Das sind CHF 38.- oder beachtliche 7% mehr, als im Vorjahr. Besonders spendabel wollen die Westschweizer und die Herren sein. Erst das Weihnachtsgeschäft wird wohl tatsächlich zeigen, wie schwer das Paket "Finanzkrise" unterm Weihnachtsbaum wiegt.

    Nachholbedarf bei der Information: Die Finanzkrise ist für viele ein böhmisches Dorf

    Mehr Befragte als im August geben an, überhaupt nicht (mehr) durchzublicken, worum es überhaupt geht, und die Situation nicht einschätzen zu können. Nur das finanzstärkste Segment mit einem Haushaltseinkommen von über 15'000.- scheint sich über die Zusammenhänge in der Finanzkrise vollumfänglich im Klaren zu sein.

    Sparen - also doch! Wofür die Schweizer 2009 weniger Geld ausgeben wollen

    Im 2009 werden die Schweizerinnen und Schweizer sich am ehesten beim Kauf von Unterhaltungselektronik (34%) bei Glücksspielen und beim Auswärtsessen (je 29%) zurückhalten, und sogar bei Ausgaben rund ums Auto (rd. 20%). Weniger kompromissbereit ist man bei den Ausgaben fürs Wohnen, beim allgemeinen Haushaltsbudget und bei den Ferien.

    Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, die IHA-GfK im November 2008 bei 1'000 SchweizerInnen und Schweizer durchgeführt hat. Die erste Befragungswelle der Studie fand im August statt. Weitere sind geplant.

    Die Details entnehmen Sie bitte der beigefügten Präsentation. Sie enthält auch die genauen Hintergründe zum untersuchten Universum und weitere Angaben.

ots Originaltext: IHA-GfK AG
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Weitere Informationen zur Studie:
Ruedi Kaufmann
Leiter Medien- und Sozialforschung IHA-GfK AG Custom Research
Tel.:    +41/41/632'94'53
E-Mail: Ruedi.Kaufmann@gfk.com



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