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Jahresbilanz des Stromverbrauchs: 6 Mio. Tonnen CO2

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    Zürich (ots) -

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    Der in der Schweiz verbrauchte Strom belastet unsere Umwelt indirekt mit sieben Mal mehr Kohlendioxid (CO2) als die direkte Stromproduktion in der Schweiz. Wie die Studie "CO2-Intensität des Stromabsatzes an Schweizer Endkunden" renommierter Schweizer Wissenschaftler belegt, verursacht die Produktion des effektiv in der Schweiz verbrauchten Stroms insgesamt 5,7 Millionen Tonnen CO2. Denn viel Strom aus Wasserkraft wird exportiert. Dafür wird für den Inlandabsatz Strom aus CO2-intensiver Produktion importiert. Das Argument "CO2-freier Schweizer Strom" trifft beim Verbrauch - auf den es ja letztlich ankommt - nicht zu. Heute tragen die Energiegesetze dieser Tatsache nicht Rechnung, insbesondere bei der Bewertung der Klima- und Umweltwirkung unterschiedlicher Heizsysteme. Die Regelungen der Kantone sollten daher überprüft werden.

    Jede heute in der Schweiz verbrauchte Kilowattstunde (kWh) Strom ist gemäss Studie mit durchschnittlich 100 Gramm CO2 belastet und nicht "nahezu CO2-frei", wie dies viele Konsumenten glauben. Davon ausgenommen sind lediglich die separat verkauften und auch wesentlich teureren Ökostrom-Produkte. Doch auch diese Kunden sind indirekt bei der Netzstabilisierung auf CO2-belastete Ausgleichsenergie aus anderen Quellen angewiesen. Bezogen auf die gesamten Schweizer CO2-Emissionen heisst dies, dass der in der Schweiz verbrauchte Strom "versteckte" Zusatz-Emissionen von 12 Prozent verursacht.

    CO2-Belastung durch Strom steigt schnell weiter

    Angesichts der grenzüberschreitenden Stromflüsse, des Verkaufs von Emissionszertifikaten aus der Produktion von CO2-freiem Strom aus Wasserkraft, des Exports dieses Stroms ins Ausland sowie des Imports von CO2-belastetem Strom aus dem Ausland ist es nicht haltbar, den Inlandverbrauch mit der Inlandproduktion gleichzusetzen. Die CO2-Emissionen des in der Schweiz verbrauchten Stroms werden rasch weiter steigen: von heute rund 100 Gramm CO2 pro Kilowattstunde dürften sie sich in den kommenden Jahrzehnten bis zu vervierfachen.

    Einseitige Energie- und Umweltpolitik

    Die Politik hat bisher diese Fakten ausgeblendet. Dies hat dazu geführt, dass in vielen Kantonen Energiegesetze geschaffen wurden, welche elektrische Heizsysteme gegenüber solchen mit fossilen oder erneuerbaren Energien bevorzugten. Dieses Privileg kann im Interesse des Klimaschutzes nicht weiter aufrechterhalten werden. Denn jedes zusätzliche Gerät, das Strom verbraucht, erhöht die CO2-Intensität des Stromverbrauchs in der Schweiz noch zusätzlich.

    Studie von ETH-Wissenschaftlern

    Die Studie erarbeitet haben früher an der ETH Zürich tätige Wissenschaftler der TEP Energy (Technology Economics Policy - Research and Advice), einem Spin-off der Hochschule. Studienleiter war Dr. Martin Jakob. Das Zweitgutachten (peer review) erfolgte durch den Energieexperten Pierre Strub (Basel).

    Grafiken, Bilder, Studie und weitere Informationen unter: www.stromundklima.ch

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