Alle Storys
Folgen
Keine Story von Institut für Telematik mehr verpassen.

Institut für Telematik

Internet-Auftritte firmenintern zu managen wird leichter: Statt Web-Experten publizieren die Mitarbeiter selbst

Trier (ots)

"Immer mehr Unternehmen und Institutionen werden
künftig ihre Präsenz im World Wide Web von normalen Sachbearbeitern
im eigenen Hause betreuen lassen, statt sie in die Hände von internen
oder externen Web-Spezialisten zu legen". Diese Prognose macht
Professor Christoph Meinel (48), Direktor des Trierer Instituts für
Telematik. Meinels gemeinnütziges Spitzenforschungs- und
Entwicklungszentrum fürs Internet hat jetzt ein neu entwickeltes
Online-Redaktionssystem vorgestellt, das es Mitarbeitern einer
Fachabteilung höchst einfach macht, die vorhandenen Informationen vom
eigenen Arbeitsplatz aus selbstständig für die Publikation im
Internet aufzubereiten. Das neue System trägt den Namen "JDaphne" und
arbeitet auf der Plattform aller gängigen Betriebssysteme. Dadurch
lässt es sich leicht in jede Unternehmens-Infrastruktur einpassen.
"Externe Internet-Agenturen einerseits und interne Webmaster sowie
Online-Redaktionen andererseits haben meistens nicht die inhaltliche
Kompetenz der Fachleute im Hause. Das macht die Abstimmung mühsam.
Ausserdem ruft ihre Einschaltung oft zeitliche Engpässe sowie
Verzögerungen in der Aktualität hervor", beschreibt Dr. Andreas Heuer
(32), Entwickler des neuen Redaktionssystems, die Nachteile der
herkömmlichen Arbeitsteilung beim sogenannten Web Content Management.
Das neue Online-Redaktionssystem JDaphne hingegen versetzt den mit
den Inhalten bestens vertrauten Sachbearbeiter einer Fachabteilung in
die Lage, bereits gesammelte und aufbereitete Informationen von
seinem Arbeitsplatz aus mit dem von ihm üblicherweise benutzten
Bearbeitungsprogramm ("Editor") einzugeben.
Nach der Erstellung und vor der Publikation von Inhalten kann eine
Kontrolle gemäss dem Mehr-Augen-Prinzip stattfinden, damit die
Qualität des Internet-Auftritts gesichert wird. Um grösstmöglichen
Benutzerkomfort zu bieten, ist bei JDaphne die Zahl der
Arbeitsschritte für die Bearbeitung eines Dokuments sehr gering
gehalten. Sowohl vom Büro-Arbeitsplatz als auch von anderen
zugriffsberechtigten Rechnern im Internet aus kann mit verteilten
Rollen an der Web-Präsenz gearbeitet werden. Dr. Heuer: "Welche Rolle
ein Mitarbeiter hat, entscheidet darüber, ob er auf Inhalte lesend,
schreibend oder publizierend zugreifen darf. Und welchem Ressort ein
Mitarbeiter angehört, ist entscheidend für die Berechtigung, die
jeweilig zugeordneten Inhalte der eigenen Rolle entsprechend zu
betreuen". Wie die einzelnen Arbeitsschritte einander folgen sollen,
lässt sich flexibel den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. Sehr
komfortabel ist das Management der Querverweise zwischen den
Dokumenten ("Hyperlinks"). Auf Anfrage macht JDaphne Vorschläge für
solche Referenzen. Hyperlinks, die nicht funktionieren, weil das dazu
gehörige Dokument gerade nicht verfügbar ist, werden deaktiviert. Das
leidige Problem von Verweisen auf nicht existierende Dokumente ist
somit gelöst.
"Das J im Produktnamen steht für die Programmiersprache Java",
erläutert Dr. Andreas Heuer, der jüngst mit einer Dissertation über
"Web-Präsenz-Management im Unternehmen" an der Uni Trier promovierte.
Auf dem Arbeitsplatz-Rechner der Mitarbeiter erfordert JDaphne
lediglich einen Web-Browser.

Kontakt:

Institutsleitung
Prof. Dr. sc. nat. Christoph Meinel
Bahnhofstrasse 30-32
D-54292 Trier
Tel.+49/(0)651-97551-19
Fax +49/(0)651-97551-12
E-Mail: telematik@ti.fhg.de
Internet: http://www.ti.fhg.de

Medienanfragen bitte an:
AllgaierCommunication
Hans-Joachim Allgaier
Tel. +49/(0)6081/577630
Mobile +49/(0)179/2675466
Fax +49/(0)/6081/962517
E-Mail: allgaier@ti.fhg.de

Weitere Storys: Institut für Telematik
Weitere Storys: Institut für Telematik