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TCS-Kindersitztest: Erstmals zwei Produkte mit fünf Sternen

TCS-Kindersitztest: Erstmals zwei Produkte mit fünf Sternen
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Bern (ots)

Im aktuellen TCS-Kindersitztest wurden insgesamt 25 Kindersitze untersucht. Dabei wurden 150 Crashtests und insgesamt rund 1'000 Einzeltests durchgeführt. Geprüft wurde die Sicherheit bei einer Kollision, die Bedienung und Ergonomie sowie die Gebrauchseigenschaften und vorhandene Schadstoffe. Zehn Produkte wurden als "sehr empfehlenswert" eingestuft, erstmals sogar zwei als "hervorragend".

Im diesjährigen Kindersitztest wurden 25 Kindersitze aus allen Gewichtsklassen auf die Aspekte Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffgehalt sowie Reinigung und Verarbeitung hin untersucht. Dabei konnte in zwei Fällen die Note "hervorragend" mit fünf Sternen vergeben werden. Weiter wurde die Bewertung "sehr empfehlenswert" in zehn Fällen erreicht. Für jede Altersgruppe stehen somit mehrere gute Kindersitze zur Auswahl. Fünf Produkte konnten nicht überzeugen und erreichten lediglich zwei von fünf Sternen.

Viele rückwärtsgerichtete Kindersitze

Fast die Hälfte aller Kindersitze im Test lassen sich rückwärtsgerichtet im Auto befestigen. Vor allem beim Frontalaufprall ist dadurch der Schutz für die Kinder optimal, denn durch diese Sitzposition bleibt der speziell bei kleinen Kindern empfindliche Nacken gut geschützt. Der TCS empfiehlt deshalb die Babyschale möglichst lange zu verwenden, also bis der Kopf aus der Schale kommt oder das Kind rund 13 kg wiegt, was ungefähr einem Alter von 18 Monaten entspricht.

Neben Babyschalen ist diese Transportart entgegen der Fahrtrichtung vermehrt auch bei Produkten für Kinder bis ca. vier Jahre anzutreffen. Von den vier getesteten Kindersitzen erreichen der Cybex Sirona und der Maxi-Cosi Milofix vier Sterne. Der Klippan Triofix mit Isofixbasis fiel beim Seitenaufprall mit erhöhten Werten auf und kommt auf drei Sterne. Der Britax Max-Way weist einen komplizierten Einbau mit Zusatzgurten auf ist somit noch "bedingt empfehlenswert".

Zwei Testprodukte sind top!

Erstmals überhaupt in der über 45-jährigen Geschichte der TCS-Kindersitztests werden gleich zwei Kindersitze mit hervorragenden fünf Sternen ausgezeichnet. Die bis Juni erst in Italien erhältliche Babyschale Peg-Pérego Primo Viaggio SL weist zusammen mit der im Auto montierbaren Isofixbasis ein sehr einfaches Handling auf und erreicht sehr gute Werte bei der Sicherheit. Erreichte der Vorgänger des Kiddy Phoenixfix Pro 2 noch drei Sterne weil die damals neue eingeführte Schadstoffprüfung zur Abwertung führte, erreicht er heute in der Klasse 9-18 kg knapp die Höchstwertung. Auch hier sind Sicherheit und Bedienung auf höchsten Niveau.

Breites Mittelfeld

Der Casualplay Baby 0+ bei den Babyschalen, Römer Versafix und der Peg-Pérego Viaggio1 Duo-Fix K mit Isofixbasis in der Klasse 9-18 kg erreichen genauso wie die für grosse Kinder bis 12 Jahre einsetzbaren Chicco Oasys 2-3 Fixplus und Recaro Monza Nova Seatfix IS vier Sterne. Noch empfehlenswerte drei Sterne werden von folgenden Produkten erreicht: Concord Air und Ultimax werden wegen erhöhter Schadstoffwerte abgewertet während Maxi-Cosi Rubi und Graco Coast im Frontalaufprall Verbesserungspotential aufweisen.

Am Schluss des Feldes befinden sich der Jané Strata, der für Neugeborene den Gurt nicht stramm genug fixieren lässt, der Klippan Triofix, der für grössere Kinder zu klein ist sowie der Renoux Stream, dessen Schadstoffprüfung wie auch die Bedienung unterdurchschnittlich ausfallen. Beim IWH Multimax hingegen fallen die Belastungswerte beim Frontal- und Seitenaufprall erhöht aus.

Wie wurde getestet?

Die Sicherheit bei einer Kollision wurde mit Frontal- und Seitenaufpralltests in allen Konfigurationen der Kindersitze untersucht. Bedienung und Ergonomie wurden ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Dabei wurde vor allem untersucht, wie einfach ein Sitz eingebaut werden kann und wie das Kind darin untergebracht ist. Nur bei gutem Abschneiden in den Testkriterien Sicherheit und Bedienung/Ergonomie wird eine gute Bewertung vergeben.

Weitere Informationen

Schadstoffprüfung

Die Schadstoffprüfung wurde durch die "Stiftung Warentest" in Auftrag gegeben. Untersucht wurden die Sitze auf den Gehalt von PAK's, Phthalaten, Flammschutzmitteln, phenolischen Verbindungen, Organozinn, AZO-Farbstoffen, Formaldehyd und Schwermetallen. Dabei wurden alle Teile des Sitzes untersucht, mit denen ein Kind in Berührung kommt. Die Prüfung und Bewertung erfolgt dabei anhand des Dokuments ZEK 01.2-08 (u. a. Bestandteil der GS-Prüfung), der Richtlinie 1907/2006/EG ("REACH"), der EN-71 ("Spielzeugrichtlinie") und dem Standard Ökotex 100.

Ratgeber "Auto-Kindersitze 2013"

Weitere Informationen über Kinder-Insassensicherheit, Kauftipps und der aktuelle TCS-Kindersitztest sind im neusten Ratgeber "Auto-Kindersitze 2013" zusammengefasst. Beim Kindersitzeinbau helfen auch Einbauvideos, die direkt über einen Pixel-Code in der Broschüre oder auf der Homepage abgerufen werden können. Der Ratgeber ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit des TCS und der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). Der Ratgeber kann sofort unter www.kindersitze.tcs.ch bestellt werden oder ist bei der bfu in Bern erhältlich. Der Ratgeber ist kostenlos.

Vorschriften bei der Kindersicherheit

Seit rund drei Jahren müssen Kinder bis 12 Jahre oder 150 cm (was zuerst eintrifft) in einem entsprechenden Kindersitz gesichert sein. Bei einem gebrauchten Kindersitz muss darauf geachtet werden, dass er nicht zu alt ist (vor 1995). Dies lässt sich am besten an der orangefarbigen Etikette am Kindersitz erkennen. Auf dieser muss die Prüfnummer mit den Anfangsziffern 03 oder 04 stehen. Mehr Informationen sind im neunsprachigen Flyer "Kinder im Auto" enthalten, der unter www.ratgeber.tcs.ch bestellt werden kann.

Bis Ende 2013 werden die ersten nach dieser neuen ECE-Regelung "i-Size" geprüften Rückhaltesysteme zu erwarten sein. Wichtig zu wissen: Bis auf weiteres wird die bestehende Norm ECE-R44.04 ihre Gültigkeit behalten. Sie darf parallel dazu weiterverwendet werden, somit sind die aktuellen Kindersitze noch während mehrerer Jahre kauf- und einsetzbar. Die Schweiz wird voraussichtlich im 2014 die neue Regelung behandeln und soll bewirken, dass Kinder in Kindersitzen bis zum Alter von 15 Monaten rückwärts gesichert werden. Das dürfte der richtige Weg sein, denn heutzutage wird die Babyschale oft schon nach 9 Monaten (entspricht ca. 9 kg) durch einen meist vorwärts gerichteten Kindersitz ersetzt, was Einbussen bei der Sicherheit gleichkommt. Doch bereits eine herkömmliche Babyschale lässt sich bis zum Alter von 15 Monaten oder sogar länger verwenden. Weiter werden Kindersitze bereits bei der neuen Zulassung auf ihren Schutz beim Seitenaufprall geprüft werden, was der TCS bereits seit Jahren fordert und nun umgesetzt wird. Diese sicherheitsrelevante Eigenschaft überprüft der TCS in seinem Test bereits seit mehr als zehn Jahren.

TCS-Mitgliedervorteile

TCS-Mitglieder profitieren bei Pro Baby und Autour de Bébé von einem Rabatt von 15% auf Kindersitze, die beim TCS-Test mindestens mit der Note "empfehlenswert" bewertet wurden. Weiter können hier sowie in allen Baby-Rose-Fachgeschäften gebrauchte Kindersitze überprüft werden (für Mitglieder kostenlos).

Kontakt:

Stephan Müller, Mediensprecher TCS, 058 827 34 41, 079 302 16 36,
stephan.mueller@tcs.ch

Die TCS-Bilder sind auf Flickr -
www.flickr.com/photos/touring_club/collections.
Die TCS-Videos sind auf Youtube - www.youtube.com/tcs.

www.pressetcs.ch

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