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Kroatien: Ein wichtiges Signal für die Schweizer Forschung

04.03.2016 – 11:12 

Bern (ots) -

Der Schweizerische Nationalfonds begrüsst den Entscheid des Bundesrats, das Protokoll zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien zu unterzeichnen. Dadurch kann verhindert werden, dass die Schweiz dauerhaft und mit schwerwiegenden Konsequenzen von den Forschungsabkommen mit der EU ausgeschlossen wird.

Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative vom 9. Februar 2014 hatte umgehend negative Auswirkungen auf den Forschungsplatz Schweiz. Der Ausschluss aus dem europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizon 2020" und den angesehenen Förderungsinstrumenten des Europäischen Forschungsrates (ERC) waren ein schwerer Schlag für die Forschenden in der Schweiz.

Durch die Unterzeichnung des Kroatien-Protokolls besteht nun die Möglichkeit, ab Ende 2016 die volle Assoziierung der Schweiz an "Horizon 2020" sicherzustellen. Dies ist für die Forschung und die Wirtschaft in der Schweiz von grösster Bedeutung: Die Beiträge aus dem europäischen Forschungsbudget belaufen sich auf dutzende Millionen Franken pro Jahr.

Im Moment besteht eine befristete Teilassoziierung der Schweiz an "Horizon 2020", die Ende 2016 ausläuft. Wenn bis dann keine Einigung gefunden wird, könnte die Schweiz wieder in den Drittstaat-Status zurückgestuft werden. Dies wäre höchst problematisch, denn die Spitzenposition des Forschungsplatzes Schweiz ist eng an die Internationalität und die Integration in den europäischen Forschungsraum gebunden. Und diese Spitzenposition zieht Investitionen aus dem Ausland an und ist Nährboden für eine qualitativ hochstehende inländische Industrie - dies alles zum Nutzen der gesamten Schweizer Wirtschaft.

Kontakt:

Martin Vetterli
Präsident des Nationalen Forschungsrats des SNF
Tel.: +41 31 308 23 87
com@snf.ch