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Swissgas steigert beschaffte Erdgasmenge

30.06.2009 – 13:50 

Zürich (ots) -

Swissgas hat letztes Jahr rund 26'700 GWh Erdgas
beschafft. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 
rund 10%. Lieferungen aus langfristigen Verträgen von verschiedenen 
westeuropäischen grossen Unternehmen trugen ebenso dazu bei wie 
kurzfristige Zukäufe an Handelsplätzen. Das im letzten Jahr 
beschaffte Erdgas stammte zu rund drei Vierteln aus Förderländern in 
der EU sowie aus Norwegen. Das restliche Viertel wurde in weiter 
entfernten Regionen wie etwa Russland oder Nordafrika gefördert, 
wobei Swissgas über keine Verträge mit Lieferunternehmen in diesen 
Regionen verfügt.
Ausgewogene Erdgasbeschaffung Garant für Versorgungssicherheit
"Obwohl unser gesamtes Erdgas aus dem Ausland importiert wird, 
stellt eine kluge, ausgewogene und vorsichtige Beschaffungsstrategie 
die Versorgung mit Erdgas dauerhaft sicher ", erklärte 
Swissgas-Verwaltungsratspräsident Philippe Petitpierre an der 
Generalversammlung in Bern mit Blick auf den Gasstreit zwischen 
Russland und der Ukraine. Die Erdgasversorgung der Schweiz war und 
ist zu jeder Zeit sichergestellt. Die Erdgaswirtschaft nehme ihre 
diesbezüglichen Aufgaben und Verantwortung seit Jahrzehnten wahr. 
"Wir müssen dabei nicht auf Erdgas aus entfernten Regionen setzen, 
sondern wir können uns auf zuverlässige Produzenten und Lieferanten 
von Erdgas aus West- und Nordeuropa stützen", sagte Philippe 
Petitpierre.
Keine direkten Investitionen von Swissgas in europäische 
Pipelineprojekte
Gemäss Geschäftsführer Ruedi Rohrbach ist sich Swissgas der 
Bedeutung verschiedener grosser aktueller Pipelineprojekte in Europa 
durchaus bewusst. "Sie alle dienen in irgendeiner Form der 
gesamteuropäischen Versorgungssicherheit", sagte Rohrbach und verwies
exemplarisch auf das Nordstreamprojekt. Für die schweizerische 
Erdgasversorgung mit einem Anteil am europäischen Verbrauch von 
weniger als 1%, sei es jedoch grundsätzlich vorteilhafter, solche 
Grossinvestitionen den sehr grossen Akteuren wie etwa E.On Ruhrgas, 
Gaz de France oder ENI zu überlassen. Durch die Beschaffung von 
Erdgas bei derartigen Gesellschaften in Form längerfristiger Verträge
als ein wesentlicher Portfoliobestandteil, entsteht laut Rohrbach 
eine sehr zweckmässige Risikostreuung.
Neue Investitionen in Infrastruktur unabdingbar für 
Bedarfswachstum in Europa
GV-Gastreferent Marcel Kramer, CEO der niederländischen Gasunie 
und President der europäischen Vereinigung "Gas Infrastructure 
Europe", wies auf die Notwendigkeit zahlreicher neuer 
Infrastruktur-Projekte zur Bewältigung des stetig wachsenden 
Erdgasbedarfes in Europa hin. Auch mit Blick auf die 
Versorgungssicherheit und um bestehende Engpässe zu verbessern, sind 
derartige Investitionen in neue Transportrouten unabdingbar.
Swissgas
Swissgas beschafft auf Non-Profit-Basis Erdgas im Auftrag der vier
schweizerischen regionalen Gasverteilgesellschaften Gasverbund 
Mittelland, Erdgas Ostschweiz, Gaznat und Erdgas Zentralschweiz. Bei 
diesen regionalen Gasverteilgesellschaften wird der Erdgas-Bedarf der
zahlreichen schweizerischen lokalen Erdgas-Versorger zusammengefasst 
und zwar ebenfalls auf Non-Profit-Basis. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben
betreibt Swissgas eigene Hochdruckleitungen in der Schweiz, ist an 
der Transitleitung durch die Schweiz beteiligt und verfügt über 
Transportrechte im Ausland. Ferner ist Swissgas über eine Beteiligung
an der Bayerngas Norge in der Erdgasförderung in Norwegen engagiert. 
Diese genossenschaftlich organisierte Einkaufsstruktur der Schweizer 
Erdgas-Wirtschaft erlaubt ein zielgerichtetes und effektives Agieren 
auf den relevanten Beschaffungsmärkten.

Kontakt:

Philippe Petitpierre
Präsident
Tel.: +41/21/925'87'87
E-Mail: petitpierre@swissgas.ch

Ruedi Rohrbach
Geschäftsführer
Tel.: +41/44/288'34'00
E-Mail: rohrbach@swissgas.ch
Internet: www.erdgas.ch / www.swissgas.ch